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Autor: tierfreund
Erstellt: Dez 22 2009 - 09:27
Betreff: Milchreduzierung
Hallo,
mir stellen sich folgende Fragen:
Warum muss es immer mehr sein??
Warum soll ich für etwas zusätzlich bezahlen, was im Überfluss produziert wird?
Aus welchem Grund sollte man MILCH Subventionieren?
Ich denke hier wird gewirtschaftet ohne Rücksicht auf Bedarf, um jeden Preis koste es was es wolle.
In Europa werden 400 Milliarden Ltr. Milch produziert für was und wen?
Viele Menschen vertragen die Milch erst gar nicht, also wird der Milch Laktose entzogen damit sie auch von diesen Menschen getrunken werden kann.
Kälber müssen leiden.
Kühe werden zu Milchmaschinen herangezüchtet und werden nur anhand der Milchproduktion gemessen
Wenn ich ein Produkt herstelle für das es nicht genügend Abnehmer gibt kann ich auch kein Geld vom Staat verlangen – ich muss dann mein Produktionsverhalten überdenken und ändern.
Aber als ob das nicht schon reicht kommen auch noch Subventionen für Lebendtiertransporte in Millionen höhe und keiner denk über eine Reduzierung nach!
EU-Kommissar Franz Fischler: die Agrarförderung kostet Deutschland pro Kopf 25 Euro im Jahr das sind ca. 2.000.000.000,00 Euro
Und zum guten Schluss trägt die Fleischproduktion mit über 18% Co2 Ausstoß zum Klimawandel bei und ist damit die NR 1.
Das Umweltbundesamt hat die Verbraucher zu einem klimabewussten Verhalten und zur Einschränkungen beim Fleischverzehr aufgerufen.
Ich bin dafür höhere Steuern für Fleischproduzenten und eine höhere Besteuerung auf alle Produkte aus der Tierzucht und den Mastbetrieben.
Für einen Pkw mit einem höheren schädlichen Co2 Ausstoß muss ich schließlich auch mehr bezahlen.

Mit freundlichen Grüßen
Joachim Krueger
Autor: Hans Foldenauer
Erstellt: Jan 04 2010 - 03:11
Betreff: re: Milchreduzierung
Sehr geehrter Herr Krüger,

die Frage nach dem "mehr" ist zu beantworten mit fehlender Nachhaltigkeit in der Milchproduktion aufgrund von zuniedriger Wertschöpfung pro Liter Milch, ausgelöst durch falsche politische Weichenstellungen in der BRD und der EU. Wir Milchbauern im EMB haben uns klar gegen eine Fortführung der bisherigen Milchpolitik, die aufgebaut ist auf Subventionen, ausgesprochen und nicht für ein mehr an Subventionen. Wir fordern eine Milchproduktion, die dem realen Bedarf entspricht und sich nicht orientiert an irgendwelchem Wunschdenken von den großen exportorientierten Molkereikonzernen. Unsere Kühe sind unser wichtigster Produktionsfaktor, Sie können versichert sein, wir gehen damit höchst sensibel um. Wenn unsere Tiere leiden müssten, gäben sie auch keine Milch. Zu Ihrer weiteren Information, es werden in der EU rund 145 Milliarden Liter Milch produziert.
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