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MILK-NEWS

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Liebe Milchbäuerinnen und Milchbauern, liebe Mitstreiter,

Für uns, die französischen Milcherzeuger, hat das Jahr fulminant begonnen, vor allem mit den Schlussfolgerungen unseres geschätzten Staats-präsidenten zu den von ihm einberufenen Treffen zum Thema Landwirtschaft und Ernährung.

Die Preise unserer landwirtschaftlichen Erzeugnisse sollen künftig in Abhängigkeit unserer Erzeugungskosten festgelegt werden. Wir sind alle mit dem Ansatz einverstanden, der von gesundem Menschenverstand zeugt. Doch bleibt ein wesentlicher Punkt zu klären, nämlich sich auf die Zahlen zu einigen! Selbst diplomatisch betrachtet, muss man leider feststellen, dass keine Einigkeit herrscht! Ob es bei den Verarbeitern ist – wo es sich nachvollziehen lässt – oder in unseren Genossenschaften – da ist es weniger logisch – oder, schlimmer noch, bei den Bauern, wo es dem Fass den Boden ausschlägt!

Die französischen Milcherzeuger haben kürzlich mit den Kollegen vom EMB die Kostenberechnung für die Erzeugung eines Liters Milch in Frankreich aktualisiert. Das Ergebnis ist keine Überraschung, denn wir liegen immer noch bei 45 Cent, Lohnansatz inbegriffen. Liebe Milcherzeuger: Das ist die Zahl, die man sich merken muss und keine andere! Die neue Kostenstudie wurde Anfang März bei der Landwirtschaftsmesse in Paris vorgestellt.

Vor einigen Wochen entdeckten einige Landwirte in einer Fernsehsendung auf France 2 die Wahrheit über das große Geschäft der Verarbeitungsindustrie und unserer Genossenschaften. Ich bitte euch: Der Ottonormalverbraucher mag heute erst den Machenschaften auf die Schliche kommen, OK. Aber dass die meisten Erzeuger noch von den mafiaartigen Praktiken erstaunt sind, mag ich nicht glauben. Manche haben ein schlechtes Gedächtnis. Vergessen wir nicht die zahlreichen Politiker, die wir getroffen haben, um sie über diese Betrügereien aufzuklären. Sie hätten die Reißlinie ziehen und für Ordnung sorgen oder sogar Tabula rasa machen müssen.

Ich will auch sagen, wie verwundert wir sind, dass in dieser Sendung keine echten Lösungen erörtert wurden! Zum Beispiel die schnellstmögliche Umsetzung eines Krisensteuerungsinstruments, wie unser Marktverantwortungsprogramm (MVP), sowie die Schaffung einer sektorenübergreifenden Erzeugerorganisation – und zwar auf europäischer Ebene!

Was unsere faire Milch FaireFrance betrifft: Auch wenn wir seit einigen Jahren damit phänomenalen Erfolg bei den Verbrauchern haben, sind wir traurig, dass eine Vielzahl regionaler oder sogar nationaler Milchprodukte entsteht, die die gerechte Verteilung zwischen Erzeugern, Verarbeitern und Handel nicht respektiert. Einige Landwirte geben sich mit einem Preis zufrieden, der leicht über der Norm in einigen Sektoren liegt. Aber aufgepasst: Das heißt nicht, dass der Preis fair ist, im Gegenteil.

Boris Gondouin, Vorstandsmitglied des EMB und Sprecher der Association des producteurs de lait indépendants (APLI), Frankreich

Studie offenbart die tatsächliche Kostensituation der Milcherzeugung in Frankreich

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© European Milk Board

Angesichts der kritischen Lage im Milchsektor hatte der französische Staatspräsident Emmanuel Macron verkündet, der Milchpreis müsse künftig auf Grundlage der Erzeugungskosten berechnet werden. Tatsächlich wirtschaften die Milcherzeuger seit Jahren in einem Markt, der es ihnen nicht ermöglicht, ihre Kosten zu decken, da der Preis oft noch unter den reinen Selbstkosten liegt, ohne die Entlohnung des Erzeugers zu berücksichtigen, die aber für den Fortbestand des Sektors entscheidend ist.

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Koalitionsvereinbarung bestätigt Bedeutung der Milchviehhalter und erkennt Handlungsnotwendigkeit an

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wikimedia commons

Nach Ansicht des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter BDM e.V. wurde den Milchviehhaltern in der vorgeschlagenen Koalitionsvereinbarung eine besondere Bedeutung zugemessen - vor allem mit Blick auf eine flächendeckende Grünlandbewirtschaftung.

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Niedersachsen: Grüne Weide 2018 verspielt

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Es war ein schwerer Anfang für die neue niedersächsische Agrarministerin Barbara Otte-Kinast. Anders als von ihrem grünen Amtsvorgänger Christian Meyer angekündigt, wird es in diesem Jahr keine neu konzipierte Weideprämie geben. Meyer hatte im vergangenen Jahr die Grünlandbauern über die Ausgleichszulage gefördert.

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"Den Milcherzeuger melken" – in Irland und Rumänien

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© Dennis Jarvis, CC BY-SA 2.0

Stuart Meikle hat in den letzten Jahren viel Zeit in Irland und Rumänien verbracht. Die Milchwirtschaft unterscheidet sich in den beiden Ländern, aber die Probleme sind oft gleich.

 

 

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Verkauf von Interventions-Milchpulver zu Niedrigstpreisen – EMB kritisiert Verschleuderung

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Die EU-Kommission hat Ende Februar über 4.300 Tonnen Magermilchpulver zu einem festgelegten Minimumpreis von € 110/100 kg verkauft. Dieser bis jetzt niedrigste Verkaufspreis seit Beginn der Ausschreibungen löst harsche Kritik unter den europäischen Milcherzeugern aus.

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EMB-Milchpreisvergleich der Länder

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© wikimedia

An der außerordentlich schwierigen wirtschaftlichen Lage der europäischen Milcherzeuger hat sich weiterhin nichts verändert. Dies spiegelt das traurige Ergebnis des aktuellen EMB-Milchpreisvergleiches wider.

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