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MILK-NEWS

http://www.europeanmilkboard.org

Liebe Milchbäuerinnen und Milchbauern, liebe Interessierte,

Die Milchpreise befinden sich im freien Fall - quer durch Europa zeigt sich ein starker Abwärtstrend der Erzeugerpreise. Am stärksten betroffen sind die baltischen Länder welche die Auswirkungen des russischen Importverbots unmittelbar zu spüren bekommen. Hier werden aktuell Milchpreise von 16-18 Cent pro Liter ausbezahlt.

In England protestieren die Milcherzeuger seit einigen Wochen gegen die anhaltenden Milchpreiskürzungen der Molkereien. Mit mehreren Protestaktionen und Traktor-Blockaden von Auslieferungszentren haben die englischen Milchbauern auf ihre existenzgefährdende Situation aufmerksam gemacht. Auf der anderen Seite des Ärmelkanals werden die Berichte der französischen Landwirte über fallende Preise immer lauter. Ähnlich auch die Situation in Belgien: Eine belgische Genossenschaftsmolkerei kündigte ihren Mitgliedern eine Absenkung auf ca. 25 Cent ab Januar an – „es sei denn es geschieht noch ein Wunder... oder die EU ergreift effiziente Maßnahmen.“

Von Seiten der EU-Kommission stehen bis heute allerdings keine adäquaten Maßnahmen zur Verfügung. Noch dazu läuft in wenigen Monaten die Milchquote aus und die Zeichen stehen europaweit auf Bestandsaufstockung und Produktionssteigerung. Wir vom EMB machen uns bereits Gedanken, wie wir gemeinsam auf die besorgniserregende Situation reagieren können und welche Aktionen die Entscheidungsträger zum Handeln zwingen. So viel steht fest - das EMB wird ein kräftiges Lebenszeichen von sich geben!

Neben all diesen negativen Schlagzeilen können wir in diesem Newsletter auch Positives berichten. Im belgischen Ciney findet am 6. November die erste Europäische Faire Milch Konferenz statt. Das European Milk Board macht seit mehreren Jahren mit dem Slogan "Faire Milch" auf die Notwendigkeit kostendeckender Milchpreise aufmerksam. In 6 Ländern (Belgien, Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Italien und Österreich) sind aktuell faire Milchprodukte im Handel. Projekte wie diese helfen, dass wir in Zukunft unsere Familienbetriebe aufrecht erhalten können und den Konsumenten hochwertige Nahrungsmittel zu gerechten Preisen garantieren.

Erwin Schöpges, EMB Vorstandsmitglied

Milchpreise und Einschätzung der Marktlage in den einzelnen Ländern

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Die Situation am Milchmarkt verschärft sich dramatisch: In sämtlichen europäischen Ländern sinkt der Milchpreis seit Wochen. Und es ist keine Besserung in Sicht.

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Milchproteste im Vereinigten Königreich

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© James Williams (Farmers For Action)

Die englische Organisation „Farmers For Action“ protestiert seit Anfang Oktober gegen die anhaltenden Milchpreiskürzungen verschiedener Molkereien (u.a. Müller Wiseman, First Milk, Dairy Crest). Die Erzeugerpreise sind in den letzten Monaten um ca. 25% gesunken und die Milcherzeuger fürchten um ihre Zukunft.

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Die Situation in Deutschland

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Die Rohmilchpreise geraten in Deutschland mehr und mehr unter Druck. Nicht nur die seit Jahresbeginn im Durchschnitt um 4,6% gestiegene Anlieferung an die Molkereien, sondern auch das russische Importverbot sowie der abgeflachte Export von Magermilchpulver nach China veranlassen die Molkereien, den Preis zu senken.

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Belgische Molkerei kündigt 25 Cent/Liter an

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Die belgische Genossenschaftsmolkerei „Laiterie des Ardennes“ weist ihre Mitglieder auf eine potenzielle Milchpreiskürzung für das nächste Jahr hin. Unter dem Titel „Es sei denn es geschieht noch ein Wunder... oder die EU ergreift effiziente Maßnahmen“ informiert die Molkerei, dass der Milchpreis ab dem 1. Januar auf 25 Cent/Liter sinken wird.

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Erste Europäische Faire Milch Konferenz

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© EMB

Am 6. November 2014 findet im belgischen Ciney die erste Europäische Faire Milch Konferenz statt. Das European Milk Board macht seit mehreren Jahren mit dem Slogan "Faire Milch" auf die Notwendigkeit kostendeckender Milchpreise aufmerksam.

 

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Faire Milch in Luxemburg – eine Erfolgsgeschichte

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D'Fair Koperativ Lëtzebuerg

Interview mit Fredy de Martines, Präsident der Fair Koperativ Lëtzebuerg

In Luxemburg läuft die Faire Milch seit ihrer Einführung im Jahre 2011 sehr gut und die Verkäufe steigern sich jährlich um 20%. Erst kürzlich wurde das Sortiment um frische Sahne (500ml) ergänzt. In den Luxemburger Supermärkten finden sich nun frische Vollmilch, faire Butter und Sahne sowie UHT-Milch (3,5% und 1,5%). Die Einführung von frischer Halbfettmilch ist für Mitte November geplant. Seit einem halben Jahr wird Frischmilch in 10 Liter Eimern an Kantinen von Kindertagesstätten und Schulen sowie an Bäckereien geliefert.

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Kurznachrichten aus Brüssel

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EMB Agenda

Die wichtigsten Termine des EMB-Vorstands im November 2014:

  • 4.11.:          Dialog mit der Zivilgesellschaft zu TTIP-Verhandlungen
  • 4.11.:          Treffen Dialoggruppe „Rindfleisch“
  • 4.11.:          Gespräche mit Europaabgeordneten
  • 5.11.:          Vorstandssitzung in Brüssel
  • 5.11.:          Internes Treffen der Fairen Milch Länder (Brüssel)
  • 6.11.:          Erste Europäische Faire Milch Konferenz (Ciney)
  • 12.11.:        Veranstaltung „Ende Milchquote“, Agrarministerium Litauen
  • 12.11.:        Treffen Deutscher Bauernverband, Brüssel
  • 19.11.:        Treffen Dialoggruppe „Milch“
  • 20.-21.11.:  Mitgliederversammlung Frankreich
  • 27.11.:        Treffen Dialoggruppe „Internationale Aspekte der Landwirtschaft“
  • 27.11.:        Workshop Ende Milchquote (Präsentation), Brüssel

Impressum

European Milk Board asbl
Rue de la Loi 155
B-1040 Bruxelles
Tel: +32 2808 1935
Fax: +32 2808 8265
E-Mail: office@europeanmilkboard.org
Website: http://www.europeanmilkboard.org