flag de flag gb flag fr
Impressum     European Milk Board ASBL | Rue de la Loi 155 | B-1040 Bruxelles

News Details

PDF-Icon Icon-Druck

02.03.2012

Urteil: Slogan „Die faire Milch“ darf auf Verpackung bleiben

BDM sieht sich bestätigt

Freising, 2. März 2012: Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter BDM e.V. begrüßt das gestern in zweiter Instanz ergangene Urteil des Oberlandesgerichts München, wonach der Begriff „Die faire Milch“ auch weiterhin als Slogan für die Verpackung erlaubt ist. Entgegen der Ausführungen der Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs, die als Verein die gewerblichen Interessen ihrer Mitglieder vertritt und die MVS GmbH als Vermarkter der Fairen Milch verklagt hatte, konnte das Gericht dabei keine Irreführung des Verbrauchers feststellen, weil der Bauer tatsächlich 40 Cent pro Liter verkaufte Milch erhält.

Lediglich den Zusatz „kommt ausschließlich von Höfen aus Ihrem Bundesland" verbot das Gericht in seinem Urteil, weil in einzelnen Fällen Milch, die in Hessen gemolken wurde, auch in Nordbayern verkauft worden sei. Schon aufgrund des erstinstanzlichen Urteils wurde dieser Hinweis bereits vor einiger Zeit von der Verpackung entfernt.

„Das ist bedauerlich, weil es auch zeigt, wie schwierig es ist, in der modernen Geschäftswelt, die großräumiger strukturiert ist bzw. vorrangig auf effiziente Vertriebswege setzt, regionale bzw. bundesländerspezifische Konzepte umzusetzen, die wirklich genau an der Bundesländergrenze haltmachen. Wir können den Vertriebspartnern der Fairen Milch schon unter ökologischen Gesichtspunkten kaum vorwerfen, dass sie in Einzelfällen auch mal eine „grenznahe“ nordbayerische Gemeinde mit hessischer Milch beliefert haben. Das spart möglicherweise unnötige Transportwege“, erklärt BDM-Vorsitzender Romuald Schaber. „Wir nehmen die Kritik, die im Urteil des Gerichts zum Ausdruck kommt, selbstverständlich sehr ernst und werden weitere Überlegungen anstellen, wie künftig das Interesse der Käufer an der Transparenz der Herkunft der Milch  mit dem Wunsch nach einem ökologisch sinnvollen Vertrieb vereinbart werden kann“, so Schaber weiter.

Insgesamt sieht der BDM in diesem Urteil aber eine Bestätigung des Konzepts der Fairen Milch und sieht darin einen Auftrag, auch eventuell notwendige Änderungen konstruktiv anzugehen.

 

Klicken Sie hier für eine pdf-Version der Pressemitteilung

 

Pressekontakt:

Hans Foldenauer, Tel.: 0170-5638056 oder

Jutta Weiß, Tel.: 0921-16 27 170-12


Weitere aktuelle Meldungen

23.05.2017

4. Europäische Faire Milch Konferenz in Deutschland

Einladung zur Konferenz am 14. Juni 2017 in Würzburg

15.05.2017

335 Euro als ehrliche Preisschwelle für Interventions-Milchpulver

(Brüssel, 15.05.2017) Diese Menge war in Vergangenheit zu viel und ist auch jetzt vom Milchmarkt nicht zu verkraften: aktuell liegen rund 350.000 Tonnen Magermilchpulver in der Intervention und angesichts der angespannten Lage auf dem Milchmarkt der EU auch bleischwer im Magen. Zurzeit sind die Rohmilchpreise in der EU zwar...

10.05.2017

Newsletter Mai online!

Butter ist teuer und Pulver ist günstig - vor diesem Hintergrund zahlen die Molkereien weitgehend unverändert niedrige Preise. Der Preisunterschied zwischen Protein und Fett ist ungewöhnlich hoch – dafür werden die vollen Milchpulverlager aus der EU-Intervention verantwortlich gemacht. Die Frage ist aber, ob dies auch richtig...

09.05.2017

Agrarausschuss des EU-Parlaments stimmt für Mengenreduktionsprogramm

Brüssel, 09.05.2017: Der erste Schritt in Richtung Gesetzesrahmen für ein reguläres Kriseninstrument in der Gemeinsamen Marktordnung ist getan. Vergangene Woche hat der Agrarausschuss des EU-Parlaments über den sogenannten Omnibus-Vorschlag abgestimmt und sich dabei auch offiziell für einen Artikel für ein freiwilliges...

28.04.2017

Aktion in der Schweiz: „Stoppt den Milchfilz!“

Der bäuerliche Verband Uniterre hat gestern (27.4.) mit „Geistervertreibern“ eine symbolische Aktion vor dem Sitz der Schweizer Milchproduzentenorganisation (SMP) durchgeführt. Rudi Berli von Uniterre: „Die Produzentenorganisation SMP ist in ihrer jetzigen Zusammensetzung unfähig auf dem Milchmarkt ihre Rolle als Vertreterin...

18.04.2017

Produktionskosten im deutschen Milchsektor nur zu 77 Prozent gedeckt

(Brüssel, 18.04.2017) Wie die aktuelle Kostenstudie des Büros für Agrarsoziologie & Landwirtschaft (BAL) zeigt, wurden im Januar 2017 bei einem durchschnittlichen Milchpreis von 33,76 Cent je Kilogramm Milch die Kosten von 43,74 Cent nur zu 77 Prozent gedeckt. Die Studie, die gemeinsam vom European Milk Board (EMB) und der...

05.04.2017

Newsletter April online!

Im Frühjahr 2016 stand der Nahrungsmittelsektor in Irland – vor allem die Milchwirtschaft – vor vielen Herausforderungen, aber eine Bedrohung unseres größten Exportmarkts gehörte nicht dazu. Ein Jahr später ist diese Bedrohung Realität geworden und ein Großteil der Planungen und politischen Entscheidungen unserer Regierung...

Treffer 1 bis 7 von 506
<< Erste < Vorherige 1-7 8-14 15-21 22-28 29-35 36-42 43-49 Nächste > Letzte >>