flag de flag gb flag fr
Impressum | RSS     European Milk Board ASBL | Rue du Commerce 124 | B-1000 Bruxelles

News Details

###PDFLINK### Icon-Druck Tip A Friend Icon

06.09.2010

Einigung über Milchpreise in Frankreich

 

Die französischen Erzeuger haben im Vergleich zum Jahr 2009 eine Milchpreiserhöhung um 10% für das Jahr 2010 erzielt. Die Preissteigerung des Milchpreises, die die Erzeuger, im dritten Quartal erhalten, beläuft sich auf rund 3,1 Cent/Liter im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Diese Einigung wurde erzielt, nachdem die großen Gewerkschaften in Frankreich Druck auf die Industrie ausgeübt haben, damit die Formel zur Kalkulation des Preises, die von der Branchenorganisation des Milchsektors am 3. Juni 2009 beschlossen wurde, auch Anwendung findet. Es wurde eine Aktion, bei der bestimmte Milchprodukte in französischen Supermärkten mit Aufklebern versehen wurden, durchgeführt. Die FNSEA hat der Industrie bis zum 12. Juli Zeit gegeben, der Forderung nach einer Erhöhung des Milchpreises, zuzustimmen. Nicolas Sarkozys, der französischen Staatspräsident, begrüßte diese Einigung. Er erklärte, dass die Regierung die „Bemühungen, der Milchbranche einen Plan zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit in Europa auszuarbeiten“ unterstütze. 

Entgegen dieser Einigung haben es die Vertreter der Industrie in der Branchenorganisation geschafft, dass die französischen Erzeuger für das Jahr 2011 einen Milchpreis akzeptieren, der an den deutschen Milchpreis gekoppelt ist. Der französische Milchpreis darf höchstens um 0,8 Cent vom pro Liter vom deutschen Preis abweichen. 

Willem Smeenk, Generalsekretär der OPL und Mitglied des EMB-Vorstandes ist der Meinung, dass diese Einigung sehr schlecht sei, da man der Industrie zugestanden habe, vom kommenden Jahr an die französischen Preise an die deutschen Preise anzugleichen: „Deutschland ist ein Exportland, das viel Milch ausführt. Die deutschen Preise sind daher niedriger als die französischen Preise. Es wird eine Abwärtsspirale der Preis geben: die französischen Preise werden nach unten korrigiert und danach werden die deutschen Preise noch weiter sinken, damit man die Milch auf dem französischen Markt verkaufen kann und immer so weiter.“Die führt zu einem Teufelskreis. Der Milchpreis sinkt stetig weiter. Das ist weder für die französischen, noch für die deutschen Erzeuger von Vorteil. 

Pascal Massol, Präsident von APLI, sagt dazu: „Es ist unvorstellbar, Milch zu einem Preis zu verkaufen, der die Produktionskosten nicht deckt. Deshalb hat sich die Association des Producteurs de Lait Indépendants (Verband der unabhängigen Milcherzeuger) sich nicht an den Aktionen der Gewerkschaften beteiligt“ 31 Cent decken die Produktionskosten eines Liters Milch nicht. OPL und APLI vertreten die gleiche politische Meinung: „durch diese Einigung haben wir nichts erreicht, im Gegenteil, man hat der Industrie ein Mittel an die Hand gegeben, den französischen Preis an den deutschen Preis anzupassen, der im europäischen Vergleich sehr niedrig ist.

Wieder einmal scheint es, dass die Gewerkschaft die Lage in Frankreich nicht vorausschauend behandeln, da diese Einigung von 2011 an zu einem signifikanten Preisverfall in den beiden größten Milcherzeugerländern führen könnte.


Weitere aktuelle Meldungen

Kategorie: Press 01.09.2014

Pressemitteilung: Aktuelle Zahlen zur Milchproduktion: Differenz zwischen Kosten und Preisen wird immer größer

(Brüssel, 01.09.2014) Wie die aktuelle Kostenstudie des Büros für Agrarsoziologie & Landwirtschaft (BAL) zeigt, sind in Deutschland im April 2014 die Erzeugungskosten auf 45,95 Cent/ kg Milch angestiegen, während der Auszahlungspreis an die Erzeuger auf 40,60 Cent abgesunken ist. Damit sind die Erzeuger mit einer...

Kategorie: Press 29.08.2014

Pressemitteilung: Russischer Importstopp: EMB plädiert für freiwilligen Lieferverzicht, um den Milchmarkt zu entspannen

Die von EU-Kommission geplanten Maßnahmen werden den Milchmarkt nicht ausreichend stabilisieren können

 

Kategorie: Press 12.08.2014

Pressemitteilung: Russischer Importstopp zeigt, wie wichtig Mengensteuerungsinstrumente am Milchmarkt sind

EMB-Vorsitzender Romuald Schaber betont Bedeutung eines Mengenregulierungs-bzw. Kriseninstruments angesichts des russischen Importstopps

 

Kategorie: Press, Belgium / Luxembourg / Netherlands 25.07.2014

Pressemitteilung: In Belgien bündeln sich Erzeuger im WAllonia FArmers Board (WAFAB)

(Brüssel, 25.07.2014) Bei einer Pressekonferenz in Libramont, Belgien wurde heute von belgischen Agrarproduzenten die Gründung des WAllonia FArmers Board (WAFAB) bekannt gegeben. Die Marktstellung der wallonischen Erzeuger, die wie in ganz Europa auch in der Wallonie chronisch schwach ist, soll mit diesem Schritt verbessert...

Kategorie: Press, Austria / Switzerland 23.07.2014

Pressemitteilung: Studie zu Schweizer Milchmarkt zeigt: Ausstieg aus Milchkontingentierung führte zu einschneidenden Entwicklungen

(Brüssel, 23.07.2014) „Auch fünf Jahre nach dem Ausstieg aus der Kontingentierung fehlen den Produzenten langfristig stabile Marktbedingungen.“ So lautet ein Ergebnis der heute in Brüssel vorgestellten Studie zu den Folgen des Schweizer Ausstiegs aus der Milchkontingentierung im Jahre 2009. Die Verfasserin Dr. Therese Haller...

Sie sehen Artikel 6 bis 10 von 354

< Vorherige

1

2

3

4

5

6

7

Nächste >