flag de flag gb flag fr
Impressum     European Milk Board ASBL | Rue de la Loi 155 | B-1040 Bruxelles

News Details

PDF-Icon Icon-Druck

09.06.2011

Deutschland: Bauernfrühstück vor dem Kanzleramt –Abschlusskundgebung der Bauern-Sternfahrt in Berlin

(Berlin) Nach elf Tagen Fahrt durch ganz Deutschland ist die Bauern-Sternfahrt „Auf dem Weg für unsere bäuerliche Zukunft“ heute, am 9. Juni, in Berlin angekommen. Die Bäuerinnen und Bauern aus dem Allgäu, Ostfriesland, Hessen und Mecklenburg haben als Bauernsternfahrer mehr als 1.500 Kilometer zurückgelegt und über 50 Veranstaltungen, Kundgebungen sowie Aktionen im Rahmen der Kampagne „Meine Landwirtschaft“ durchgeführt. Die Sternfahrt endete heute um 10 Uhr mit einer „Bauerntafel“ vor dem Bundeskanzleramt in Berlin, zu der die Veranstalter die Bundeskanzlerin und alle Berliner eingeladen haben. Gemeinsam sollten die nötigen Weichenstellungen für eine bessere Agrarpolitik im Sinne von Bauern und Verbrauchern diskutiert werden.

 

Gemeinsam mit dem BDM engagiert sich ein breites Bündnis von zivilgesellschaftlichen Organisationen und Verbänden  für eine Wende hin zu einer zukunftsfähigen bäuerlichen und nachhaltigen Landwirtschaft. Romuald Schaber, Vorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter (BDM) e.V., fordert ein Umdenken in der Agrarpolitik: „Wir streiten für faire Preise und für politische Rahmenbedingungen, die das ermöglichen“, so Schaber. „Hier liegt der Schlüssel für eine Agrarpolitik, die von einem breiten gesellschaftlichen Konsens getragen wird. Ohne kostendeckende Preise können auch notwendige ökologische Leistungen nicht in dem Maße von den Landwirten erbracht werden, wie sich das Verbraucher und auch die Mehrheit der Bauern selbst wünschen würden.“

Massiver Kostendruck und ein Wirtschaften nach dem Prinzip „Wachse oder weiche“ führen zu einer Intensivierung und Industrialisierung der Landwirtschaft, die sowohl für die Gesellschaft als auch für die Bauern negative soziale und ökologische Folgen hat.

„Die Bauern erwarten von der Politik nicht die Festsetzung von Preisen oder einfach nur mehr Geld. Sie erwarten, dass die Politik ihre Möglichkeiten ausschöpft, die Märkte so zu gestalten, dass die Bauern echte Marktteilnehmer mit reellen Vermarktungschancen werden können und so wieder eine sinnvolle Wertschöpfung erzielen können“, erklärt Schaber weiter. „Das wäre der erste Schritt dahin, dass öffentliche Gelder zielgerichtet für die von den Bauern erbrachten  gesellschaftlich notwendigen  Leistungen  wie Klima- und Wasserschutz eingesetzt werden könnten.“ Bisher profitieren von den staatlichen Zahlungen vor allem die Konzerne der Ernährungsindustrie.

 

Pressekontakt: Hans Foldenauer, Tel.: 0170-5638056 oder Jutta Weiß, Tel.: 0921-16 27 170-12

  


Weitere aktuelle Meldungen

26.10.2017

Bis auf die Knochen abgemagert – auch höhere Butterpreise beenden Elend in der Milchproduktion nicht!

Aktion: Europäische Bäuerinnen und Bauern rufen Kommission auf, freiwillige Mengenreduktion in GAP zu verankern

16.10.2017

Aktuell kostet die Produktion von Milch 41 Cent/ kg in Deutschland

Trotz gesunkener Produktionskosten noch keine Kostendeckung erreicht

10.10.2017
06.10.2017

Newsletter Oktober online!

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt und als irischer und europäischer Landwirt geht mir ständig der alte chinesische Segensspruch bzw. Fluch durch den Sinn: „Mögest du in interessanten Zeiten leben“. Weiterlesen...

25.09.2017

EMB Stellenangebot: 75 % - Stelle Office Management / Öffentlichkeitsarbeit

Wir suchen eine Person zur Verstärkung unseres Teams und freuen uns über Ihre aussagekräftige Bewerbung.   Zu Ihren Aufgaben gehören: -       Kommunikation mit den Mitgliedsorganisationen sowie politischen Institutionen und der Presse / Koordination von...

08.09.2017

Newsletter September online!

Die Preise steigen, den Milchbauern geht es wieder gut - Das ist der Tenor der Meldungen, die in der europäischen Presse derzeit verbreitet werden. Weiterlesen...

02.09.2017

Belgischer Milchpreis deckt nur 65 Prozent der Produktionskosten

(Brüssel/Battice, 02.09.2017): Eine aktuelle Kostenstudie zeigt, dass die Milcherzeugungskosten in Belgien im Jahr 2016 bei 41,37 Cent/kg lagen. Dem stehen gesunkene Milchauszahlungspreise von 26,70 Cent gegenüber, wodurch im Jahr 2016 nur 65% der Produktionskosten abgedeckt wurden. Die Studie, die gemeinsam vom European Milk...