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27.05.2011

Pressemitteilung: Mensch MACHT Milch

 

Punktlandung! Ausstellungseröffnung in Brüssel fällt zusammen mit Entscheidungen des Agrarausschusses zur Reform der Agrarpolitik

– EU-Agrarpolitik, Menschen, Milch, Kühe, Umwelt und Entwicklung -

Brüssel, 27.5.2011: Am Mittwoch wurde im EU-Parlament in Brüssel die Photoausstellung „Mensch MACHT Milch – EU Agrarpolitik und bäuerliche Landwirtschaft in Nord und Süd. Auswirkungen und Perspektiven“ eröffnet. Am selben Tag stimmte der EU-Agrarausschuss über einen Bericht zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik ab. Georg Häusler, Kabinettschef von EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos, eröffnete die Ausstellung: „Auf den Bildern sehe ich Menschen, die sehr lebendig und bestimmt in die Kamera schauen. Man spürt, dass sie die Landwirtschaft nicht nur mit viel Sachverstand und Sorgfalt betreiben, sondern auch mit ihren Tieren und dem Land leben. Die EU-Agrarpolitik muss diesen Menschen durch klare Rahmenbedingungen Perspektiven in der Landwirtschaft bieten."

Romuald Schaber, Präsident des European Milk Board, sprach ebenfalls anerkennend darüber, wie gut die Ausstellung zeige, dass Milch „menschengemacht“ sei: „Die Bilder zeigen ganz deutlich den Alltag und das Leben der Menschen hinter der Milch. Durch die Nord / Süd Perspektive der Ausstellung sieht man genau, dass hier wie dort die Milchproduktion die Existenzgrundlage für unzählige Familien darstellt. Entscheidend für langfristige Perspektiven der europäischen wie aller übrigen Milcherzeuger weltweit ist eine an den Bedarf angepasste Erzeugung hier in Europa.  sich auf die Milcherzeugung in kleinen Dörfern in Afrika auswirkt. Die EU-Parlamentarier im Agrarausschuss müssen sich bei ihren Diskussionen um die zukünftige Milchpolitik der EU ihrer hohen Verantwortung für sinnvolle Rahmenbedingungen bewusst sein.“ Schaber konkretisierte diese Forderung auch gleich: „Eine Monitoringstelle sollte durch Beobachtung und präzise Vorgaben auf Basis der Produktionskosten gewährleisten, dass die produzierte Milchmenge der Nachfrage entspricht.“

“Wir begrüßen, dass der gerade im EU-Agrarausschuss abgestimmte Bericht zur GAP-Reform in Artikel 33a die Bedeutung von Maßnahmen der Mengenregulierung unterstreicht. Ganz richtig steht in diesem Paragraph, dass solche Maßnahmen eine effektive Steuerung des Marktes ermöglichen und Krisen, die durch Überproduktion entstehen, vermieden werden können; ganz ohne zusätzliche Kosten für die Europäische Union.”

Martin Häusling, Mitglied des EU-Parlaments und Gastgeber der Ausstellung, nahm in seiner Rede auch Bezug auf die aktuellen Verhandlungen um den Nicholson-Milchbericht im EU-Agrarausschuss: „Immer wieder geht die Diskussion um Verträge zwischen Milcherzeugern und Molkereien. Doch entscheidend für faire Verträge ist vor allem eine gute Verhandlungsposition.  Deshalb muss es darum gehen, Rahmenbedingungen durch die Politik zu setzen, die eine effektive Erzeugerbündelung ermöglichen.“ Sein Parlaments-Kollege José Bové betonte ebenfalls, dass der Milchmarkt ohne staatlichen Eingriff nicht funktioniere. Ignoriere die Politik diese Notwendigkeit und streiche die Quoten ersatzlos, seien Bäuerinnen und Bauern bald nur noch auf Photos im Museum zu sehen.

Kontakt: Sonja Korspeter, 0049/1786021685

Klicken Sie hier für eine pdf-Version der Pressemitteilung.

Hier finden Sie Bilder von der Ausstellungseröffnung.

Hier finden Sie ein Forderungspapier des EMB, dass an EU-Abgeordnete überreicht wurde.


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