flag de flag gb flag fr
Impressum     European Milk Board ASBL | Rue de la Loi 155 | B-1040 Bruxelles

News Details

PDF-Icon Icon-Druck

16.10.2017

Aktuell kostet die Produktion von Milch 41 Cent/ kg in Deutschland

Trotz gesunkener Produktionskosten noch keine Kostendeckung erreicht

(Brüssel, 16.10.2017) Seit 2012 berechnet das Büro für Agrarsoziologie und Landwirtschaft (BAL) die realen Milcherzeugungskosten für Deutschland. Anhand der ausbezahlten Milchpreise wird zudem ermittelt, inwieweit die Kosten der Erzeuger gedeckt sind. Dabei werden die Posten für Betriebsmittel, die Arbeitskosten und die erhaltenen Beihilfen berücksichtigt. Die aktuellen Zahlen für das dritte Quartal 2017 sehen Sie hier:

Milcherzeugungskosten in Deutschland (Juli 2017)

Trotz gesunkener Kosten und gestiegener Preise besteht noch kein Gleichgewicht, wie die Preis-Kosten-Ratio dokumentiert:

Mit einem Deckungswert von 0,91 zeigt sich hier noch immer eine durchschnittliche Unterdeckung von 9%.

„Sicherlich ist es erfreulich, dass die Kostenlücke langsam schrumpft“, kommentiert der EMB-Vorsitzende Romuald Schaber die aktuellen Zahlen. „Wenn man jedoch berücksichtigt, welche Verluste wir in den vergangenen Jahren hinnehmen mussten, reichen die Preise auch heute nicht aus, um diese Lücke zu schließen und aufgeschobene Investitionen anzugehen. Und leider zeigen diese Zahlen auch, dass vom aktuellen Boom der Butterpreise zu wenig bei den Milcherzeugern ankommt.“

 

Hintergrund:

Die gemeinsam von European Milk Board (EMB) und MEG Milch Board beim Büro für Agrarsoziologie & Landwirtschaft (BAL) in Auftrag gegebene Kostenstudie berechnet die deutschlandweiten Erzeugungskosten der Milch. Sie basiert zum einen auf Daten des InformationsNetzes Landwirtschaftlicher Buchführungen der Europäischen Kommission (INLB), nutzt zu deren Aktualisierung zudem Preisindizes für landwirtschaftliche Betriebsmittel wie Futter, Dünger, Saatgut und Energie vom Statistischen Bundesamt und greift auf einen Einkommensansatz zurück, der die Arbeitsleistung der Betriebsleiter und Familienangehörigen kalkuliert.

Vierteljährlich wird zudem eine Preis-Kosten-Ratio veröffentlicht. Diese zeigt das Verhältnis zwischen den amtlich erfassten Rohmilchpreisen an die Erzeuger und den Milcherzeugungskosten.

 

Mehr zu den Kostenkalkulationen der BAL finden Sie hier

 

Kontakte:

EMB-Präsident Romuald Schaber (DE): +49 (0)160 352 4703
EMB-Geschäftsführung Silvia Däberitz (DE, EN, FR): 0032 (2)808 1936


Weitere aktuelle Meldungen

25.04.2018

Endlich gegen Wettbewerbsverzerrungen im Milchsektor handeln!

Internationale Bündelungskommission der Milcherzeuger fordert in 3-Punkte Papier Einsatz der Politik für funktionierenden Milchmarkt

18.04.2018

Europäischer Dachverband der Milcherzeuger: Langjähriger Vorsitzender Romuald Schaber reicht Stab an Erwin Schöpges weiter

(Brüssel, 18.04.2018) Aus der gestrigen Mitgliederversammlung des European Milk Board (EMB) ging Erwin Schöpges als neuer Vorsitzender des europäischen Dachverbandes hervor. Der 53-jährige Milcherzeuger aus Belgien setzt sich seit der Gründung des EMB tatkräftig für eine faire Milchpolitik ein. Verstärkung erhielt der...

17.04.2018

Es geht weiter runter

Deutsche Milcherzeuger hatten im Januar 2018 eine Unterdeckung von 12 Prozent zu verkraften

13.03.2018

Newsletter März online!

Für uns, die französischen Milcherzeuger, hat das Jahr fulminant begonnen, vor allem mit den Schlussfolgerungen unseres geschätzten Staats-präsidenten zu den von ihm einberufenen Treffen zum Thema Landwirtschaft und Ernährung. Weiterlesen...

05.03.2018

Verkauf von Interventions-Milchpulver zu Niedrigstpreisen

Europäischer Milcherzeugerdachverband kritisiert Verschleuderung

02.03.2018

Eine Studie des deutschen Büros BAL offenbart die tatsächliche Kostensituation der Milcherzeugung in Frankreich

Die Veröffentlichung einer Studie zu den Erzeugungskosten ermöglicht es, weiterzuarbeiten und die Vorschläge des Staatspräsidenten umzusetzen

28.02.2018

Vorstellung der Ergebnisse der Studie über die Milcherzeugungskosten in Frankreich

Gemeinsame Pressekonferenz am 2. März 2018 am Salon de l'agriculture in Paris