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20.09.2018

Milchstreik 2009 – Es ist schon neun Jahre her!

Foto: A. Lefranc

Der Milchstreik war und ist bis heute die einzige radikale Lösung, um einen kostendeckenden Milchpreis (45 Cent pro Liter) zu erreichen. So konnten wir unseren Politikern und Eliteschule-Absolventen, der Industrie und den Genossenschaften unsere Solidarität zeigen.

Es war eine Investition in eine bessere Zukunft für die Milcherzeuger. Es hat nicht geklappt, weil zu viele Landwirte darauf gesetzt haben, dass der Nachbar streikt oder gleich kaputtgeht. Ich habe den Milchstreik mit meinem Teilhaber von Anfang bis Ende mitgemacht und 27.500 Liter vergossen. Ich bereue nichts – außer dem Umstand, dass ich Teil einer Agrarwelt bin, die nicht nachdenkt. Die meisten halten sich für die Eliten, die Besten der Besten. Die Bauern sind ein armer Berufsstand. Wir sollten wertgeschätzt werden, stattdessen sind wir Leibeigene!

Glücklicherweise haben wir seit nunmehr fast zehn Jahren viele gute Dinge geschaffen, die das widerliche System umstürzen könnten, in dem wir seit langen Jahren leben. Leider ist es auch hier wie beim Milchstreik: Es fehlt an Fußvolk, das bereit ist, in den Krieg zu ziehen.

Ich möchte in jedem Fall allen herzlich danken, die sich der Bewegung angeschlossen haben und noch dabei sind! Die traditionellen Verbände sollten sich schämen und das gilt auch für diejenigen, die nie aufgehört haben, uns Steine in den Weg zu werfen.

Boris GONDOUIN, Milcherzeuger, Vorstandsmitglied der APLI und des EMB


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