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19.07.2018

Studie zeigt Erfolge des EU-Mengenreduktionsprogramms, das vor 2 Jahren angekündigt wurde

(Brüssel, 19.07.2018) Vor 2 Jahren – am 18. Juli 2016 – hat Agrarkommissar Phil Hogan das EU-Mengenreduktionsprogramm für den Milchmarkt angekündigt. Die Maßnahme war ein großer Erfolg und hat gezeigt, dass bereits geringe Reduktionsmengen einen großen Effekt auf die Erzeugerpreise haben.
 
Eine Studie von A. Fink-Keßler und A. Trouvé hat das EU-Mengenreduktionsprogramm untersucht. Hier die wichtigsten Ergebnisse der Studie:
 

  • Freiwilliger Lieferverzicht war großer Erfolg: mit geringer Reduzierung der Liefermenge wurde großer Preis-Effekt erzielt;
  • Unmittelbare Auswirkung auf die Milchpreise: Preisveränderung von 25,68 Ct/kg (07/2016) auf 34,16 Ct/kg (07/17);
  • 48.200 Milcherzeuger aus 27 EU-Mitgliedsstaaten haben teilgenommen (ca. 3% aller europäischen Milchviehbetriebe);
  • Reduziertes Volumen: 833.551 t (ca. 2% der Milchmenge der Vorjahresperiode);
  • Die 4 größten Milchproduzentenländer waren die stärksten Nutzer des Programms: Deutschland (232.300 t), Frankreich (152.732 t) und Vereinigtes Königreich (90.814 t). Zusammen sind diese drei Länder für 57% der Reduktion verantwortlich. Die Niederlande haben 56.117 t reduziert;
  • Irland hatte die höchste prozentuelle Beteiligung hinsichtlich der teilnehmenden Betriebe (21%) und Reduktionsmenge (4%).

 
Hintergrund: Das EU-Milchmengenreduktionsprogramm lief von Oktober 2016 bis Januar 2017. Die Bauern bekamen die Möglichkeit, die Produktionsmenge gegen Entschädigung freiwillig zu reduzieren (14 Cent pro kg reduzierter Milch im Vergleich zum 3-Monatszeitraum des Vorjahres).
 
Das Programm hat einen Wendepunkt in Europas Milchpolitik markiert. Die EU-Kommission hat den Milchbauern mit dem Lieferverzicht endlich ein effizientes Instrument in die Hände gegeben. Wichtig ist nun, dass in der neuen GAP ein Kriseninstrument gesetzlich fest verankert wird, um die Produktionsmengen in Krisenzeiten anpassen zu können, so wie im Marktverantwortungsprogramm des EMB vorgesehen ist.

 

Studie zum EU-Mengenreduktionsprogramm 2016/17 (EN)

Sehen Sie hier ein Video zur Studie

Pressemitteilung der Europäischen Kommission vom 5. Juli 2017 "Endgültige Zahlen spiegeln den Erfolg des EU-Mengenreduktionsprogramms wider" (EN)


Kontakt:

EMB-Geschäftsführung Silvia Däberitz (DE, EN, FR): +32 (0)2 808 1936


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