flag de flag gb flag fr
Impressum     European Milk Board ASBL | Rue de la Loi 155 | B-1040 Bruxelles

News Details

PDF-Icon Icon-Druck

20.09.2018

Milchstreik 2009 – Es ist schon neun Jahre her!

Foto: A. Lefranc

Der Milchstreik war und ist bis heute die einzige radikale Lösung, um einen kostendeckenden Milchpreis (45 Cent pro Liter) zu erreichen. So konnten wir unseren Politikern und Eliteschule-Absolventen, der Industrie und den Genossenschaften unsere Solidarität zeigen.

Es war eine Investition in eine bessere Zukunft für die Milcherzeuger. Es hat nicht geklappt, weil zu viele Landwirte darauf gesetzt haben, dass der Nachbar streikt oder gleich kaputtgeht. Ich habe den Milchstreik mit meinem Teilhaber von Anfang bis Ende mitgemacht und 27.500 Liter vergossen. Ich bereue nichts – außer dem Umstand, dass ich Teil einer Agrarwelt bin, die nicht nachdenkt. Die meisten halten sich für die Eliten, die Besten der Besten. Die Bauern sind ein armer Berufsstand. Wir sollten wertgeschätzt werden, stattdessen sind wir Leibeigene!

Glücklicherweise haben wir seit nunmehr fast zehn Jahren viele gute Dinge geschaffen, die das widerliche System umstürzen könnten, in dem wir seit langen Jahren leben. Leider ist es auch hier wie beim Milchstreik: Es fehlt an Fußvolk, das bereit ist, in den Krieg zu ziehen.

Ich möchte in jedem Fall allen herzlich danken, die sich der Bewegung angeschlossen haben und noch dabei sind! Die traditionellen Verbände sollten sich schämen und das gilt auch für diejenigen, die nie aufgehört haben, uns Steine in den Weg zu werfen.

Boris GONDOUIN, Milcherzeuger, Vorstandsmitglied der APLI und des EMB


Weitere aktuelle Meldungen

10.10.2018

Kostenstudie für Milch zeigt: Herstellungskosten und Erzeugerpreise kommen nicht zusammen

Übersicht mit aktuellen Zahlen zu Frankreich, Deutschland, Dänemark, Belgien, Luxemburg und den Niederlanden veröffentlicht

20.09.2018

Milchstreik 2009 – Es ist schon neun Jahre her!

Der Milchstreik war und ist bis heute die einzige radikale Lösung, um einen kostendeckenden Milchpreis (45 Cent pro Liter) zu erreichen. So konnten wir unseren Politikern und Eliteschule-Absolventen, der Industrie und den Genossenschaften unsere Solidarität zeigen. Es war eine Investition in eine bessere Zukunft für die...

14.09.2018

Newsletter September online!

Ganz Europa hat im Sommer unter der Dürre gelitten. Die Trockenheit hatte massive Auswirkungen auf das Weideland und die Futterproduktion. Durch die Folgen der Dürre fehlen den Milcherzeugern wichtige wirtschaftseigene Futtermittel. Weiterlesen...

07.09.2018

Irische Milchbauern stecken in der Finanzklemme

Auf irischen Milchviehbetrieben ist der September normalerweise eine Zeit, in der wir die Früchte unseres Sommers genießen und uns auf den bevorstehenden Herbst und Winter vorbereiten. Die Rechnungen aus dem Frühjahr sind dann bezahlt und die Landwirte schauen mit Stolz und einem Gefühl der Sicherheit auf hohe Ballenreihen und...

22.08.2018

EU-Milchproduktion: Dürrefolgen für den Krisensektor problematisch

EMB fordert reguläres Instrument zum Krisenmanagement

16.08.2018

Newsletter August online!

Mit großer Sorge beobachte ich, dass Europa derzeit massiv unter Druck steht – mit Fliehkräften von innen und Spaltungswillen von außen. Ich bin überzeugt, dass es nur Verlierer geben wird, wenn sich diese sehr gefährliche Situation weiter zuspitzen sollte. Weiterlesen...

19.07.2018

Studie zeigt Erfolge des EU-Mengenreduktionsprogramms, das vor 2 Jahren angekündigt wurde

(Brüssel, 19.07.2018) Vor 2 Jahren – am 18. Juli 2016 – hat Agrarkommissar Phil Hogan das EU-Mengenreduktionsprogramm für den Milchmarkt angekündigt. Die Maßnahme war ein großer Erfolg und hat gezeigt, dass bereits geringe Reduktionsmengen einen großen Effekt auf die Erzeugerpreise haben. Eine Studie von A. Fink-Keßler und...