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20.07.2017

Appell der Milcherzeuger an EU-Parlament, Rat und Kommission:

Greifen Sie den Vorschlag des Parlaments zur Omnibus-Verordnung auf!

 

Wir alle haben gesehen, dass die freiwillige Mengenreduzierung im Jahr 2016 und 2017 Wirkung gezeigt hat. Man kann sich das Aufatmen nicht nur bei uns Bäuerinnen und Bauern, sondern auch bei der EU-Politik vorstellen, als die stetige Talfahrt der Preise damit endlich gestoppt werden konnte.

Doch der freiwillige Lieferverzicht hätte viel eher kommen müssen. Denn dass Intervention und private Lagerhaltung bei solch einer starken Marktverwerfung nicht ausreichen würden, konnte man schon viel eher deutlich erkennen. Aktuell ist zudem ersichtlich, dass große Einlagerungsmengen langfristig Probleme machen. Um solche Fehler in Zukunft zu vermeiden, sollte das Prinzip der freiwilligen Mengenreduzierung in der EU-Gesetzgebung zur Landwirtschaft verankert werden.

Einen Vorschlag dazu gibt es vom EU-Parlament bezüglich der sogenannten Omnibus-Verordnung, die aktuell im Trilog zwischen EU-Rat, -Kommission und -Parlament diskutiert wird. Es handelt sich um einen neuen Artikel 220a „Freiwillige Regelung zur Verringerung der Erzeugung“, der in die EU-Verordnung Nr. 1308/2013 Eingang finden soll. Das European Milk Board ruft alle Trilog-Beteiligten dazu auf, diesen Vorschlag aufzugreifen und in geltendes Recht umzusetzen. Es geht darum, Vertrauen in einem Sektor zu schaffen, der in den vergangenen Jahren von Krisen stark gebeutelt wurde.

 

„Bekennen Sie sich zu einer verantwortungsvollen Politik und zu Ihren Landwirten. Binden Sie das Instrument gesetzlich ein, damit es nicht nur nach Lust und Laune oder auch gar nicht mehr eingesetzt wird, sondern wirklich dann zur Anwendung kommt, wenn der Markt es braucht. Und er wird es brauchen!“

 

Kontakte:

EMB-Präsident Romuald Schaber (DE) : +49 (0)160 352 4703
EMB-Geschäftsführung Silvia Däberitz (DE, EN) : +32 (0)2 808 1936


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