flag de flag gb flag fr
Impressum     European Milk Board ASBL | Rue de la Loi 155 | B-1040 Bruxelles

News Details

PDF-Icon Icon-Druck

31.01.2018

Stellungnahme des European Milk Board zur Ratsentscheidung bezüglich Intervention Magermilchpulver

(Brüssel, 31.01.2018) Zur Entscheidung des EU-Agrarrats, die Interventionsmenge von Magermilchpulver zu einem Fixpreis für 2018 auf Null zu setzen, erlässt das European Milk Board folgendes Statement:

 

  • Da die Pulverlager aktuell überquellen und die eingelagerte Menge Druck auf die Milchpreise ausübt, ist die Entscheidung des Rats verständlich;
  • Intervention kann saisonale Mehrmengen abschöpfen, ist aber kein vollwertiges Kriseninstrument – das wird nun offensichtlich;
  • Falls jedoch nur die Intervention gestoppt wird, ohne die Produktionsmengen zu reduzieren, dann läuft der Milchmarkt über (anstelle der Pulverlager);
  • Daher braucht es gleichzeitig unbedingt ein Mengenreduktionsprogramm, um der Überproduktion der nächsten Monate entgegen zu wirken;
  •  Die EU-Politik muss schnellstmöglich einen Rahmen schaffen für ein effizientes Reduktionsprogramm. Das EMB verweist dabei dringend auf das Marktverantwortungsprogramm. Dieses Instrument beobachtet den Markt und reagiert bei Krisengefahr auf die aktuelle Produktionslage, indem es u.a. einen freiwilligen Lieferverzicht schaltet und die Produktionsmenge während des Reduktionszeitraums auf dem Vorjahresniveau (2017) deckelt.
  • Das EMB fordert zudem für die Zukunft eine generelle Reduktion der Interventionsmengen von normalerweise 109.000 Tonnen pro Jahr und eine gleichzeitige Anhebung des Interventionspreises;
  • Die vorhandenen Lagerbestände müssen marktunschädlich abgebaut werden (Tierfütterung). Exporte von Magermilchpulver dürfen nicht lokale Märkte in Drittländern gefährden.

 

Kontakte:

EMB-Präsident Romuald Schaber (DE): +49 (0)160 352 4703

EMB-Geschäftsführung Silvia Däberitz (DE, EN, FR): +32 (0)2808 1936


Weitere aktuelle Meldungen

07.09.2018

Irische Milchbauern stecken in der Finanzklemme

Auf irischen Milchviehbetrieben ist der September normalerweise eine Zeit, in der wir die Früchte unseres Sommers genießen und uns auf den bevorstehenden Herbst und Winter vorbereiten. Die Rechnungen aus dem Frühjahr sind dann bezahlt und die Landwirte schauen mit Stolz und einem Gefühl der Sicherheit auf hohe Ballenreihen und...

22.08.2018

EU-Milchproduktion: Dürrefolgen für den Krisensektor problematisch

EMB fordert reguläres Instrument zum Krisenmanagement

16.08.2018

Newsletter August online!

Mit großer Sorge beobachte ich, dass Europa derzeit massiv unter Druck steht – mit Fliehkräften von innen und Spaltungswillen von außen. Ich bin überzeugt, dass es nur Verlierer geben wird, wenn sich diese sehr gefährliche Situation weiter zuspitzen sollte. Weiterlesen...

19.07.2018

Studie zeigt Erfolge des EU-Mengenreduktionsprogramms, das vor 2 Jahren angekündigt wurde

(Brüssel, 19.07.2018) Vor 2 Jahren – am 18. Juli 2016 – hat Agrarkommissar Phil Hogan das EU-Mengenreduktionsprogramm für den Milchmarkt angekündigt. Die Maßnahme war ein großer Erfolg und hat gezeigt, dass bereits geringe Reduktionsmengen einen großen Effekt auf die Erzeugerpreise haben. Eine Studie von A. Fink-Keßler und...

16.07.2018

Aktuelle Zahlen aus Deutschland zeigen: Schere zwischen Produktionskosten und Milchpreis wird immer größer

(Brüssel, 16.07.2018) Die vierteljährlichen Kostenzahlen für Deutschland liegen vor und zeigen, dass im April 2018 die Produktionskosten nur zu 78% gedeckt waren, während die Kostendeckung im Januar noch bei 88% gelegen hatte. Die Kosten der Erzeugung betrugen im April 42,70 Cent, dem gegenüber erhielten die Erzeuger allerdings...

13.07.2018

Newsletter Juli online!

Als neugewähltes Vorstandsmitglied des European Milk Board möchte ich in meinem Leitartikel auf die aktuellen Probleme in Irland aufmerksam machen. Die Milcherzeuger sind wütend, weil der Milchpreis der größten irischen Genossenschaft für Mai unter dem Schnitt liegt. Weiterlesen...

11.07.2018

Dürre macht Europas Milcherzeugern zu schaffen

In weiten Teilen Europas zeichnen sich extreme Ausfälle aufgrund der anhaltenden Hitzeperiode aus. Nach einem nassen Frühling in Ländern wie Irland, Großbritannien und Frankreich beeinträchtigt nun die Trockenheit das Weideland, die Heu- und Siloproduktion sowie die Getreide- und Stroherzeugung. Durch die Folgen der Dürre...