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Freiwilliger Lieferverzicht im GAP-Bericht zur Gemeinsamen Marktorganisation des Agrarausschusses des EU-Parlaments

Die positiven Artikel aus dem Bericht des Parlaments sind nun noch nicht in Stein gemeißelt. Daher ist es wichtig, dranzubleiben. Insbesondere müssen die Milcherzeuger in den kommenden Monaten in ihren Ländern weiterhin Druck auf die Verantwortlichen in der Agrarpolitik ausüben. Ziel ist, dass die gute Vorlage des EU-Parlaments letztlich auch durchgesetzt wird, sie also dem zu erwartenden Druck aus einigen EU-Ländern und der EU-Kommission standhalten kann.

 

Wir zählen hier weiter auf den tollen & engagierten Einsatz der Milchbäuerinnen und -bauern sowie auch auf die weitere konstruktive Arbeit vieler EU-Parlamentarier. 

 

Hintergrund: Freiwilliger Lieferverzicht im GAP-Bericht zur Gemeinsamen Marktorganisation des Agrarausschusses des EU-Parlaments

Der Artikel 219a zum freiwilligen Lieferverzicht für alle Sektoren im Falle eines schweren Marktungleichgewichts, inklusive einer Möglichkeit zur Produktionsdeckelung, hat eine hohe Bedeutung für den krisengeschüttelten Milchsektor. Dadurch würde es in Zukunft möglich sein, die schädliche Überproduktion etwas einzudämmen. Hier wäre es allerdings noch wichtig, den Zeitpunkt des Einsatzes so eines Kriseninstruments klarer zu bestimmen. Das heißt, die Definition, wann eine Krise eintritt, müsste an die realen Umstände angepasst werden. 

 

Unser Vorschlag dazu:

Es wäre wichtig, für die Definition von Alarmschwellen die Produktionskosten mit einzubeziehen. Laut dem aktuellen Vorschlag des Agrarausschusses basieren diese Alarmschwellen auf einem durchschnittlichen aktuellen Marktpreis im Vergleich zum Durchschnittspreis für eine bestimmte Anzahl von Wochen. Es besteht die Gefahr, dass der Krisenalarm hier nicht ausgelöst wird, wenn die Milchpreise über einen längeren Zeitraum langsam sinken, obwohl eine Krise existiert. Die Alarmschwellen sollten sich daher auf andere Kriterien stützen, unter anderem auf die Produktionskosten und die Milchpreise. Eine signifikante Unterdeckung der Kosten durch den Milchpreis wäre hier also ein essentieller Krisenindikator.


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