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22.06.2009

Presseerklärung: „Es muss jetzt gehandelt werden – Mengenreduzierung zur Bewältigung der Krise“

- das ist die Botschaft des European Milk Board an die EU-Agrarminister anlässlich ihres Treffens in Luxemburg

Hamm, 22.06.09: Heute tagen die EU-Agrarminister in Luxemburg und das European Milk Board (EMB) ist vor Ort, um nochmals auf die akute und mittelfristige Handlungsnotwendigkeit hinzuweisen. Sieta van Keimpema, Vize-Präsidentin des EMB erläuterte im Rahmen einer Pressekonferenz: „Eine sofortige, zeitlich auf das Wirtschaftsjahr 2009/2010 befristete Stilllegung von 5% der EU-Milchquoten ist die Maßnahme, die es jetzt braucht, um den Milchmarkt wieder in ein Gleichgewicht zu bringen. Zusätzlich muss die existierende Quote flexibler gestaltet werden, so dass das Milchangebot zukünftig an die Nachfrage angepasst werden kann und stabile, faire Preise für Milcherzeuger und Verbraucher möglich sind .“

Die anhaltend niedrigen Erzeugerpreise gefährden Milchbetriebe akut

Die Kosten der Milchproduktion liegen bei circa 40 Eurocent pro Liter. Die Auszahlungspreise betragen in vielen Ländern nicht mehr als 21 Cent/ Liter. "Die EU-Politik muss handeln. Wegschauen und mit Subventionen notdürftig das alte System flicken, verbessert die katastrophale Lage am Milchmarkt keinesfalls", so Fredy de Martines vom EMB. Der Unmut der Milcherzeuger wächst in allen Ländern Europas. Die stetig sinkenden Milchpreise haben unter anderem in Frankreich zu wochenlangen Protesten geführt, die aktuell weiter andauern. "Die Milchbäuerinnen und Milchbauern sind nicht mehr bereit, ein Ausbluten und letztendlich die Aufgabe ihrer Betriebe hinzunehmen", so Romuald Schaber, Präsident des EMB.

In ihrer Abschlusserklärung des EU-Gipfels am 18.19.6.2009 haben die Staats- und Regierungschefs die Kommission und Agrarminister beauftragt, Maßnahmen aus der Krise aufzuzeigen. Die Regierungs-Chefs der EU haben damit die ruinöse Problemlage anerkannt. Das ist ein erster Erfolg der eindrucksvollen EMB-Demonstration mit 1.000 Traktoren am letzten Donnerstag und Freitag in Brüssel. Allerdings muss jetzt gehandelt werden, nicht erst nach der Sommerpause. „Das würde das Aus für viele Betriebe bedeuten. Es muss jetzt gehandelt werden. Das ist der Auftrag an die EU-Agrarminister für ihre heutige Sitzung  in Luxemburg: Mengenreduzierung als ersten Schritt zur Bewältigung der Krise“, so der EMB-Präsident Schaber.

Zwischen 13 und 15:00 sind hunderte von Milcherzeugern des EMB vor den Toren des Tagungsortes der Minister in Luxemburg-Kirchberg, um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen. Mit ihren Kunstkühen Faironika sind sie leicht zu erkennen. Wünschen Sie Interviews mit einzelnen Ländervertretern können Sie Frau Silvia Däberitz unter der Nummer 0049/1634497173 erreichen .

Kontakt vor Ort:
Sieta van Keimpema (NL, DE, EN): 0031/612168000
Fredy de Martines (DE, FR) : 00352/691998831
Silvia Däberitz (DE, EN, ES): 0049/1634497173

Im Büro:
Sonja Korspeter (DE, FR, EN, ES): 0049/23814360495

Druckfähige Bilder jetzt auf der EMB Homepage

Link zur Photogallerie des DDB

EMB Ultimatum an die Agrarminister vom 25.5.2009

Link zur französischen Internetseite zum Milchstreik

AKTUELLE INFORMATIONEN (15:00):
2.500-3000 Bäuerinnen und Bauern und 100 Trecker bei der Kundgebung in Luxemburg, auch Vertreter der Verbände aus den osteuropäischen Staaten vertreten, 200 Erzeuger aus der tschechischen Republik.

Artikel im Spiegel

 

Pressemitteilung des EU-Rats

 

Nachfolgeaktionen

(Freising) In ganz Deutschland sind heute um 10 Uhr Milchbauern des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter BDM e.V. mit Traktoren zu den Parteibüros der Regierungsparteien in den Landkreisen gefahren und haben dort einen „Brandbrief“ an die Bundestags- bzw. Landtagsmitglieder überreicht.

weiter

Brandbrief

 

 

 


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