flag de flag gb flag fr
Impressum | RSS     European Milk Board ASBL | Rue du Commerce 124 | B-1000 Bruxelles

News Details

PDF-Icon Icon-Druck Tip A Friend Icon

16.09.2009

16.09.2009 Länderberichte

 

Der Aufstand ist nicht mehr aufzuhalten. So formulierte auch das EMB die Botschaft auf der heutigen Pressekonferenz in Brüssel. Die Berichte aus den Ländern bestätigen dieses Bild: Europaweit laufen jeden Tag zahllose Aktionen, über die die Medien erstaunlich gut und auch positiv berichten. Die Mobilisierung, dass noch mehr Milcherzeuger die Lieferung einstellen, laufen auf Hochtouren. Und es sind immer mehr länderübergreifende Aktionen geplant, um die Solidarität unter den Milchbauern in Europa öffentlich zu zeigen. „Wir sind in ständigem Kontakt mit unseren Kollegen in den Nachbarländern, wenn wir Aktionen planen“, sagt Fredy de Martines vom LDB in Luxemburg.

 

„In Italien geht jeden Tag mehr“, sagt Markus Hafner von der APL in Italien. Er hat gestern unter Anwesenheit der Medien den Milchhahn aufgedreht. Die Medienresonanz war ausgesprochen gut. In den nächsten Tagen sind in Zusammenarbeit mit den Kollegen und Kolleginnen in Österreich und der Schweiz Aktionen in Planung. Und die Milchbauern mobilisieren weiter ihre Kollegen, ebenfalls den Milchhahn aufzudrehen.

In Frankreich hat der Landwirtschaftsminister Bruno Le Maire angekündigt, die Milchbauern mit 30 Mio. Euro unterstützen zu wollen. Die französischen Milchbauern werten das als eine Provokation. „Das macht gerade mal 300 Euro je Bauer“, sagt Willem Smink von der OPL. Gestern hat sich Le Maire mit Vertretern von APLI getroffen und zumindest schon mal Gesprächsbereitschaft gezeigt. Heute abend sind besonders medienwirksame Aktionen geplant. Die Molkereien drohen den Bauern und provozieren dadurch weitere und weitreichendere Aktionen. In einigen Regionen beteiligen sich bereits weit mehr als 50% der Milchbauern am Streik. Tendenz steigend.

In Luxemburg streiken nach wie vor um die hundert Milchbauern. Gestern wurden 50.000 Liter Milch auf ein Feld ausgebracht und in einer Pressekonferenz darüber informiert. „Die Presse berichtet enorm viel“, sagt Fredy de Martines. Mit Aktionen geht es täglich weiter.

Deutschland: Heute Nachmittag öffnet eine Gruppe von Biomilchbauern den Milchhahn und haben dazu die Presse eingeladen. „Wir dürfen nicht mehr länger nur zuschauen, wie unsere französische Kollegen streiken“, sagt der initiierende Milchbauern Gyso von Bonin. Im Landkreis Ortenau streiken bereits 75 Prozent der Milchbauern. Die Zahl der Streikenden in Deutschland wird derzeit noch auf ein paar Tausend geschätzt. Gestern haben zahlreiche Aktionen vor Molkereien stattgefunden. Bauern haben Gras abgeladen mit der Botschaft: „Macht eure Milch doch selber.“ Heute bringen in fast jedem Bundesland die Bauern an einem Ort die Milch mit Güllefässern aus. In den Medien wird regional sehr viel berichtet, dass ist wichtig für die Mobilisierung vor Ort. Überregional sind die Medien etwas zurückhaltender, aber insgesamt positive.

Am Dienstag, den 15.9. fand in Berlin außerdem ein Gespräch mit Agrarministerin Aigner statt, indem sie deutlich machte, dass sie sich für erste Schritte zur Reduzierung der Milchmenge einsetzen wird.  

Die Milchbauern in Belgien sind in Aufruhr. Der Milchstreik hat sich auf die belgische Region Flandern ausgedehnt. Außerdem ist heute Nachmittag eine riesige Aktion geplant. Mit bis zu 200 Güllefässern wird gleichzeitig an einem Ort Milch aufs Feld gebracht. Insgesamt sind 2 Mio. t Milch gesammelt und so ausgebracht worden. Das gibt ein Bild für die Öffentlichkeit, dass unter die Haut geht.

In Österreich streiken immer noch einige hundert Milchbauern. Die Stimmung ansonsten gut/positiv. Es wird voll mobilisiert. Heute laufen landesweit vereinzelte kleine Aktionen. Eine große Aktion ist in Vorbereitung.

In den Niederlanden wurde gestern in Stadtzentren Milch an Verbraucher verschenkt. Die Aktionen laufen erfreulich gut. Der holländische Bauernverband hat einen 10 Punkte-Plan raus gebracht und resümiert, dass Streik keine Lösung ist. Gemeinsam mit deutschen Kollegen sind besondere Aktivitäten in Planung, von denen wir in Kürze sicher mehr erfahren.

In der Schweiz streiken in einigen Regionen bis zu 100 Prozent der Milcherzeuger. Die Nervosität bei den Verarbeitern wächst. Heute war in Aigle, Bezirkshauptstadt im Wallis, eine Treckerdemo mit 100 Traktoren. Solche Demos sind täglich geplant. Die Beteiligung der Milchbauern wächst.


Weitere aktuelle Meldungen

Kategorie: France, Belgium / Luxembourg / Netherlands, Croatia / Eastern non EMB member countries, Denmark / Sweden, Deutschland, Ireland / Scotland / Wales, Italy / Spain 17.09.2009

EU: Vorschläge von der EU-Kommission zum Milchmarkt beinhalten keine wirksamen Maßnahmen

Die Europäische Kommission hat heute Vorschläge zum Milchsektor veröffentlich. "Leider zeigt die Kombination aus kurz, mittel- und langfristigen Maßnahmen, die die Kommission vorgeschlagen hat, keine neuen Ideen, die den Milcherzeugern helfen können.", so Romuald Schaber, Präsident des European Milk Board (EMB).

Die...

Kategorie: France, Austria / Switzerland, Belgium / Luxembourg / Netherlands, Croatia / Eastern non EMB member countries, Denmark / Sweden, Deutschland, Ireland / Scotland / Wales, Italy / Spain, Press 16.09.2009

16.09.2009 Länderberichte

Der Aufstand ist nicht mehr aufzuhalten. So formulierte auch das EMB die Botschaft auf der heutigen Pressekonferenz in Brüssel. Die Berichte aus den Ländern bestätigen dieses Bild: Europaweit laufen jeden Tag zahllose Aktionen, über die die Medien erstaunlich gut und auch positiv berichten. Die Mobilisierung, dass noch mehr...

Kategorie: Denmark / Sweden 16.09.2009

Sweden: Press Revue

se2009.eu: Press conference, Agriculture and Fisheries

Press conference, Agriculture and Fisheries