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Autor: European Milk Board
Stand: 18.12.2014




27.07.2010

Schweizer zeigen Migros die rote Karte

 

BIG-M, die Schweizer Mitgliedsorganisation des European Milk Board, hat heute, am 27. Juli 2010, einen sogenannten Alpaufzug in Zürich veranstaltet, um auf die „unfairen Machenschaften im Milchmarkt“ aufmerksam zu machen und gegen das Geschäftsgebaren von MIGROS, einer der größten Handelsketten in der Schweiz zu demonstrieren. Dazu haben sich heute morgen etwa 400 Erzeuger und ihre Familien aus der ganzen Schweiz vor der Konzernzentrale von MIGROS in Zürich eingefunden. Sie alle forderten faire Bedingungen auf dem Milchmarkt.

BIG-M kritisiert vor allem das Vorgehen von MIGROS in der Branchenorganisation Milch (BOM). Diese hatte am 18. Juni 2010 einer Erhöhung des Richtpreises um 3 Rappen zugestimmt. Aufgrund der vom Bundesrat beschlossenen Allgemeinverbindlichkeit der Beschlüsse der BOM müsste diese Erhöhung nun von allen Molkereien an die Erzeuger weitergegeben werden.. Allerdings hält sich aktuell fast niemand an die Beschlüsse dieses Gremiums, in dem auch MIGROS mit zwei Delegierten vertreten ist.

BIG-M hat daher MIGROS als einen der Hauptverantwortlichen ausgemacht und wirft dem Großkonzern unter anderem, bewusste Falschinformation der Verbraucher, Billigimporte und Förderung des Exportdumpings vor. Des Weiteren bemängelt BIG-M, dass MIGROS der Preiserhöhung zugestimmt habe und seinen Kunden nun vermittle, dass MIGROS den Mehrpreis an die Erzeuger weitergebe und die eigenen Margen zugunsten der Landwirte reduziere, dass dies faktisch aber nicht der Fall sei. Martin Haab, Vorsitzender von BIG-M, sagte daher: „Es reicht nicht mehr, dass wir uns zusammensetzen und die Lage diskutieren. Die Situation ist allseits bekannt. Jetzt ist es an MIGROS zu handeln“.

„BIG-M“, so Werner Locher, Geschäftsführer von BIG-M, „akzeptiert die Irreführung der Konsumenten nicht.“ Der Verband fordert daher eine ehrliche Informationspolitik und die Umsetzung des bereits beschlossenen Richtpreises.

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