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EMB - European Milk Board asbl
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Liebe Bäuerinnen und Bauern, liebe Interessierte,
das innovative Geschäftsmodell der Fairen Milch macht von sich reden. In Frankreich stößt die Faire-Milch-Marke FaireFrance, die nunmehr seit fast 13 Jahren vermarktet wird, auf lebhaftes Interesse und das Konzept wurde zuletzt bei verschiedenen Terminen im Rahmen der internationalen Agrarmesse SIA in Paris vorgestellt. Auch landesweite Medien berichten inzwischen immer häufiger über die Marke, insbesondere in den 20-Uhr-Nachrichten der öffentlich-rechtlichen Sender von TF1 und France 2.
Zu einer Zeit, wo wir in Frankreich gerade die Handelsverhandlungen abschließen, die sich sehr schwierig gestaltet haben, bleibt das Modell der Fairen Milch ein nachahmenswertes Beispiel. Es ist ganz einfach: Alle bekommen den gleichen Preis, und die garantierte Vergütung für die ErzeugerInnen gibt dem Handel ebenso wie den KonsumentInnen ein gutes Gefühl, denn auch sie profitieren von einem fairen Preis, der gegenüber Milch gleichwertiger Qualität nicht nennenswert höher ist.
Das Modell der Fairen Milch ist nicht nur in Bezug auf die Preisgestaltung und die Stellung, die es den MilcherzeugerInnen gegenüber anderen Akteuren in der Kette verschafft, innovativ. Sondern es bietet den LandwirtInnen und vor allem den Jüngeren unter ihnen durch die langfristige Vergütungsgarantie Perspektiven und Planbarkeit. Das hat mich motiviert und ist in der heutigen Zeit ein konkreter Beweis dafür, dass ein anderes Modell möglich ist, denn es funktioniert. Wir haben 2024 fast 18 Millionen Einheiten unserer Produkte verkauft und damit einen Preis von 58 Cent pro Liter für die ErzeugerInnen erwirtschaftet.
Die Vorteile des Faire-Milch-Modells
Wie auch die anderen Faire-Milch-Initiativen in Deutschland, der Schweiz, Italien, Luxemburg und Belgien steht die Marke FaireFrance für einen neuartigen Ansatz, der die ErzeugerInnen in den Mittelpunkt der Lieferkette stellt. Dabei sind sie nicht länger nur einfache Rohstofflieferanten, sondern werden zu echten ProduzentInnen und HändlerInnen. Sie interagieren direkt mit allen Gliedern der Kette: den Verarbeitern bei der Herstellung ihrer Produkte, den großen und mittleren Supermärkten beim Vertrieb und vor allem den VerbraucherInnen, die am Ende der Wertschöpfungskette stehen und bei der Entwicklung unseres Modells eine wichtige Rolle spielen.
Da FaireFrance bei den Verhandlungen mit allen Parteien mittendrin ist, verdeutlicht unsere Erfahrung die Herausforderungen, vor denen die ErzeugerInnen stehen, und sensibilisiert alle Akteure des Sektors. Es zeigt insbesondere, wie wichtig eine gerechte Entlohnung für die ErzeugerInnen und eine faire Aufteilung der Gewinnmargen unter allen Gliedern der Kette ist, um einen fairen Preis für die ErzeugerInnen zu gewährleisten, der gleichzeitig für die VerbraucherInnen erschwinglich ist. Es ist ein Win-Win-Modell im Sinne aller Beteiligten.
Adrien Lefèvre, Vorstandsmitglied von FaireFrance
Deutschland: Die faire Milch als Vorreiterin
In Deutschland gilt "Die faire Milch" als wegweisende Größe in der Milch- und Molkereibranche, die regionale Milchprodukte und nachhaltige Konzepte in den Mittelpunkt stellt. Die neueste Ausgabe ihres Newsletters liefert faszinierende Einblicke in die Highlights der Grünen Woche in Berlin sowie in die feierliche Preisverleihung der "Regional-Stars" – hier einige Höhepunkte.
Die Grüne Woche in Berlin, die vom 17. bis 26. Januar stattfand, war in diesem Jahr nicht nur ein Schaufenster internationaler Aussteller – mit über 1.500 Ständen aus 60 Ländern und mehr als 310.000 Besucherinnen und Besuchern – sondern auch ein Ort intensiver politischer Diskussionen über Themen wie kostendeckende Preise und nachhaltige Drei-Parteien-Verträge. Neben einem abwechslungsreichen Standprogramm mit Milchshakes, regionalem Käse und einem leckeren Likör sorgte auch das Live-Kochen sowie eine kreative Postkartenaktion für zahlreiche positive Begegnungen. Ein besonderes Highlight war zweifelsohne Faironika – die meistfotografierte Kuh der Messe – die sich aufgrund der Maul- und Klauenseuche stellvertretend für ihre Artgenossinnen beim Messebesuch in ihren schönsten Farben präsentierte.




Fotos: LANUV NRW
Parallel dazu fand die feierliche Preisverleihung zum „Regional-Star“ 2025 statt. Dieser Branchenpreis würdigt innovative Konzepte, die nicht nur den Vertrieb regionaler Produkte fördern, sondern auch Umweltbewusstsein, Ressourcenschonung, Tierwohl sowie regionale Herkunft und kurze Transportwege fördern – Aspekte, die vielen Verbraucherinnen und Verbrauchern besonders am Herzen liegen. Im Rahmen eines mehrstufigen Auswahlprozesses wurden in vier Kategorien die besten regionalen Konzepte ausgezeichnet. Besonders erfreulich war, dass die Initiative rund um „Penny und Die Faire Milch“ (im Bereich Drei-Parteien-Verträge) einen hervorragenden zweiten Platz in der Kategorie der Handelskooperationen erreichte – ein Erfolg, der das Engagement und die Innovationskraft in der regionalen Vermarktung eindrucksvoll unterstreicht.


Fotos: Santiago Engelhardt - Lebensmittel Praxis
In unserer Arbeit für „Die faire Milch“ zeigt sich, wie eng politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Themen miteinander verknüpft sind und wie wichtig es ist, regionale Produkte sowie nachhaltige Konzepte zu fördern.
Weitere spannende Einblicke und aktuelle Informationen zu „Die faire Milch“ finden Sie in unserem Newsletter und auf der Webseite.
Andrea Münnekehoff, Projektleitung Marketing/Kommunikation, Die faire Milch
Faireswiss: Eine Lösung für die geringen Einkommen der Schweizer MilcherzeugerInnen
Die Genossenschaft Faireswiss vermarktet eine Faire Milch, die es ermöglicht, ihren ErzeugerInnen einen Milchpreis von 1 Franken pro Liter auszuzahlen.
Weiterlesen...Di fair Milch Säuliamt: Regionalität weiter im Fokus
Bei Di fair Milch Säuliamt stehen wir vor der Dauerfrage, ob eine regionale Zertifizierung wie „Suisse Garantie“ unser Wachstum fördern könnte, während wir die hohen Hürden abwägen. Gleichzeitig arbeiten wir an einem neuen Produkt, das bald unsere Kundschaft begeistern soll.
Weiterlesen...EMB auf der SIA: Paris ist nicht nur die Stadt der Liebe
Während die Hallen der französischen Agrarmesse SIA von unzähligen Gesprächen surrten, schenkten die engagierten MitstreiterInnen von FaireFrance ihre Faire Milch an die zahlreichen BesucherInnen aus und begrüßten auch die EMB-VertreterInnen an ihrem Stand.
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