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EMB - European Milk Board asbl
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B-1040 Bruxelles
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Liebe Bäuerinnen und Bauern, liebe Interessierte,
für die Menschheit wird die Lage immer schlimmer!! Ich bin seit meinem 14. Lebensjahr Landwirt und komme als solches zu dem Schluss, dass die meisten unserer EntscheiderInnen heute durchgedreht, ahnungslos und unverantwortlich sind! Wie für meine WeggefährtInnen und Kampfesbrüder und -schwestern ist die Landwirtschaft für mich eine Herzenssache. Wir setzen uns aktiv dafür ein, den Einfluss der ErzeugerInnen am Anfang der Wertschöpfungskette und bei der Vermarktung durch die Einführung und Entwicklung der Fairen Milch (zum Beispiel FaireFrance in Frankreich) zu stärken, damit auch künftig flächendeckend möglichst viele landwirtschaftliche Betriebe erhalten bleiben. Denn unsere Arbeit ist für das Leben aller Menschen unentbehrlich. Wir sind für die Gesundheit der Menschen und ihr Wohlergehen von zentraler Bedeutung. Wir sichern ihr Überleben, denn wir sorgen dafür, dass jeden Tag mindestens drei Mahlzeiten auf den Tisch kommen. Aber wir tragen auch zur Pflege unserer Umwelt und Landschaften bei, oder kurz gesagt unseres Lebensraums, den wir vielleicht zu geringschätzen, weil wir uns ständig darin aufhalten. All das um zu sagen, dass unser Beruf sich in allen Aspekten unseres Alltags wiederfindet und es viele schlicht vergessen, angefangen bei unseren EntscheiderInnen.
Wir BürgerInnen tragen einen großen Teil der Verantwortung, aber wenn sich die Beschlüsse unserer EntscheiderInnen zu sehr von der gelebten Realität entfernen, wird es kompliziert, vor allem wenn sich die BürgerInnen nicht zu Wort melden! Wir müssen diese Resignation abschütteln und die Wirklichkeit der Landwirtinnen und -wirte wieder in den Mittelpunkt der Debatte stellen und klarmachen, was für unsere Ernährung auf dem Spiel steht!
Ich gehöre einer europäischen Organisation an, die sich European Milk Board (EMB) nennt. Sie wurde gegründet, um sich für eine angemessene Entlohnung der europäischen ErzeugerInnen einzusetzen, damit sie auch künftig noch bestehen können. Zu diesem Zweck unterbreiten wir der Politik ständig Vorschläge, zum Beispiel zur Produktionssteuerung (Marktverantwortungsprogramm), um kostendeckende Preise für unsere Erzeugnisse zu erhalten (was selbst im Erdölsektor üblich ist, wenn die Preise zu niedrig sind): Wir haben uns das nicht aus den Fingern gesogen! Es reicht, dass die Produktion die Nachfrage um wenige Prozent übersteigt, und schon fallen die Preise ins Bodenlose. Das EMB berechnet außerdem die tatsächlichen Produktionskosten aller ErzeugerInnen, denn die traditionellen landwirtschaftlichen „Mehrheitsverbände“ (die oft dem großen Bauernverband angehören) haben jeden Realitätsbezug verloren und arbeiten zu sehr wie bestimmte JournalistInnen, die diesen Namen nicht mehr verdienen! Man muss wettbewerbsfähig sein, also schaffen sie Zahlen, die nach Wettbewerbsfähigkeit riechen – nur dass an der Basis alle um Luft ringen und irgendwann sterben!
Unsere Organisation leistet unermüdlich Lobbyarbeit, um zu erklären, dass der Einfluss der Landwirtinnen und -wirte gestärkt werden muss und sie nicht länger die Stellschraube sein dürfen! Die niedrigen Erzeugerpreise spielen unseren EntscheiderInnen in die Karten, denn die VerbraucherInnen bekommen günstige Nahrungsmittel und die zwischengelagerten Glieder der Wertschöpfungskette leben bequem von den Früchten unserer harten Arbeit. Aber das ist langfristig nicht haltbar.
Bei all dem gibt es einen großen Wermutstropfen! Der würdige Fortbestand unseres Berufs steht auch und vor allem für Ernährungssicherheit sowie unsere Fähigkeit, uns selbst mit gesunden Nahrungsmitteln zu versorgen, unsere Umwelt zu achten und zu gestalten und Waldbrände zu vermeiden, die überall in Frankreich und selbst in Nordeuropa aufgrund mangelnder Bestandspflege und fehlender natürlicher Brandschneisen zunehmen! Es wird versucht, mit Canadair-Flugzeugen Brände zu löschen, während die Beweidung und Landschaftspflege durch unsere Kühe, Schafe, Ziegen und andere Arten Feuersbrünste verhindert! Und ich will nicht hören, dass man diese Produktionszweige nicht wiederbeleben kann, denn Schaffleisch wird beispielsweise größtenteils von sehr weit weg importiert! Wir haben keinen gesunden Menschenverstand, kein Gleichgewicht mehr! Der Konsum lokaler Erzeugnisse hat keine Priorität mehr. Wir arbeiten intensiv, damit unsere EntscheiderInnen Regeln erlassen, die uns diesen gesunden Menschenverstand, dieses Gleichgewicht zurückgeben, damit alle verstehen, dass Ernährung mehr als ein Akt ist, der das kurzfristige Überleben sichert! Wenn wir bei der Produktion unserer Nahrungsmittel künftig von anderen abhängig sind, werden wir nicht nur zuschauen, wie unsere Häuser abbrennen, sondern auch wie sich die Preise, Qualität und Verfügbarkeit unseres Nahrungsangebots deutlich verschlechtern werden.
Ein paar Subventionen oder Prämien (wie aus der GAP) werden das Problem nicht lösen! Wir Bäuerinnen und Bauern brauchen eine echte politische Vision, aber die Verbraucherinnen und Verbraucher auch. Eine radikale und schnelle Umsetzung von Instrumenten und Gesetzen muss her, wie das Verbot des Verkaufs unter Einstandspreis oder Instrumente zur Mengensteuerung! Die Absprachen unter unseren Genossenschaften, Bauernverbänden und landwirtschaftlichen Berufsverbänden müssen bekämpft und ausgemerzt werden. Dieses Krebsgeschwür verschlechtert nur die Beziehungen unter uns. Es sollte die Norm sein, dass wenige sektorenübergreifende und nicht vertikal aufgestellte Erzeugerorganisationen unsere Preise aushandeln, um den Wettbewerb zwischen allen Landwirtinnen und -wirten zu beenden!
Wenn die Preise unserer Erzeugnisse und insbesondere der Milch dauerhaft unsere Produktionskosten decken würden, könnten wir ein Jahr mit Dürren oder schlechtem Wetter durchstehen. Dazu müssten aber unsere EntscheiderInnen bereit sein, die Berechnungen der tatsächlichen Produktionskosten heranziehen – also diejenigen, bei denen wir Sicherheitsmargen einkalkulieren.
Und schließlich müsste unsere Politik den Einzelhandel verpflichten, weniger stark verarbeitete und vor allem faire Lebensmittel stärker in den Vordergrund zu stellen, von denen nur der Landwirt weiß, ob sie für ihn gut sind oder nicht.
Was ich gerade beschrieben habe, sollte die Normalität und die Grundlagenarbeit unserer Regierungen sein. Wir stehen zur Verfügung, um sie darin zu unterstützen, das zu schaffen!
Und zum Schluss ein französisches Sprichwort:
Geht es dem Baugewerbe gut, geht es allen gut!
Geht es der Landwirtschaft schlecht, geht alles den Bach runter.
Oder um mit Justus von Liebig zu sprechen: „Die Geschichte aller Kulturvölker zeigt uns, dass der Verfall der Landwirtschaft die Ursache des Untergangs der Staaten ist.“
Boris Gondouin, stellvertretender EMB-Vorsitzender und aktives Mitglied der französischen Fairen Milch FaireFrance
EU-Milchmarkt zukunftsfest machen: Jetzt müssen die richtigen Regeln kommen
Der europäische Milchmarkt braucht Rahmenbedingungen, die Krisen verhindern und Milcherzeugern dauerhaft ein angemessenes Einkommen ermöglichen. Nach Ansicht des European Milk Board (EMB) bietet sich der EU derzeit eine entscheidende Gelegenheit: Mit der Revision der Richtlinie über unlautere Handelspraktiken (UTP), der Weiterentwicklung der Gemeinsamen Marktorganisation (GMO) und der Diskussion über zukünftige Kriseninstrumente gibt es gleichzeitig mehrere wichtige politische Baustellen, bei denen man ansetzen sollte. UTP-Reform, GMO und wirksame Kriseninstrumente müssen dafür sorgen, dass ein funktionierender Milchmarkt die Grundlage für kostendeckende Erzeugerpreise ist.
„Wir wissen seit vielen Jahren, wo die Schwachstellen des Milchmarkts liegen“, erklärt EMB-Vorsitzender Kjartan Poulsen. „Die Erzeuger haben gegenüber Molkereien und Handel eine zu schwache Marktposition, Preise liegen meist unter den Produktionskosten und in Krisen wird viel zu spät oder gar nicht auf Überschüsse reagiert. Genau an diesen Punkten muss die europäische Politik jetzt ansetzen.“
1. UTP-Richtlinie: Preise unter Produktionskosten verbieten
Eine zentrale Weichenstellung ist die laufende Revision der EU-Richtlinie über unlautere Handelspraktiken. Für das EMB muss sie künftig auch die wichtigste unlautere Praxis erfassen: den Einkauf landwirtschaftlicher Produkte zu Preisen, die die Produktionskosten nicht decken. Ein Verbot des Einkaufs unter Produktionskosten muss deshalb Bestandteil der überarbeiteten UTP-Regeln werden. Dabei müssen 100 Prozent der Produktionskosten berücksichtigt werden. Die Regelung darf nicht durch Unternehmensgrößen, Umsatzschwellen oder andere Ausnahmen ausgehöhlt werden. Gleichzeitig braucht es eine wirksame Durchsetzung, abschreckende Sanktionen und Schutz für ErzeugerInnen, die Verstöße melden.
„Es kann nicht Aufgabe der Bäuerinnen und Bauern sein, die Lebensmittelkette dauerhaft durch nicht kostendeckende Preise zu finanzieren“, so Poulsen. „Ein Markt, in dem das schwächste Glied regelmäßig unter seinen Kosten verkauft, ist kein funktionierender Markt. Das sieht man auch an den massenhaften Ausstiegen der Produzenten.“
2. Krisen verhindern: Freiwilligen Lieferverzicht automatisieren
Genauso wichtig ist eine grundlegende Änderung im europäischen Krisenmanagement. Wenn sich Überschüsse aufbauen und die Preise einbrechen, darf die Politik nicht erst reagieren, wenn landwirtschaftliche Betriebe bereits massive Verluste erlitten haben – so sie denn überhaupt reagiert. Das Instrument des freiwilligen Lieferverzichts hat 2016 gezeigt, dass die EU direkt auf die angebotene Milchmenge positiv und preisstabilisierend einwirken kann. Dieses Instrument muss dauerhaft in ein funktionierendes Frühwarn- und Krisensystem eingebettet werden.
Das EMB fordert deshalb, zentrale Elemente seines Marktverantwortungsprogramms in die europäische Marktpolitik aufzunehmen. Markt-, Preis- und Kostendaten müssen kontinuierlich beobachtet und klare Schwellen definiert werden. Werden diese unterschritten, müssen vorab festgelegte Maßnahmen automatisch beziehungsweise ohne langwierige politische Verzögerungen aktiviert werden können. Dazu gehört insbesondere ein EU-weiter freiwilliger Lieferverzicht. Das Ziel muss sein, Krisen frühzeitig abzufangen, statt den ErzeugerInnen – den ProduzentInnen unserer Lebensmittel – Milliardenverluste zuzumuten.
3. GMO-Reform: Die richtigen Änderungsanträge müssen sich durchsetzen
Auch bei der aktuellen Weiterentwicklung der Gemeinsamen Marktorganisation entscheidet sich, ob die Marktposition der ErzeugerInnen tatsächlich verbessert wird. Das EMB begrüßt, dass wichtige Ansätze inzwischen Eingang in Änderungsanträge von Abgeordneten des Europäischen Parlaments gefunden haben. Dazu gehören unter anderem Elemente des Marktverantwortungsprogramms sowie der Ansatz, die vollständigen Produktionskosten als Referenzschwelle für das Auslösen von Marktmaßnahmen heranzuziehen. Jetzt kommt es darauf an, dass genau diese wirksamen Änderungen im Agrarausschuss eine Mehrheit erhalten und anschließend Teil der Verhandlungsposition des Europäischen Parlaments gegenüber dem Rat werden.
Darüber hinaus müssen Verträge zwischen Erzeugern und Abnehmern tatsächlich zu einer stärkeren Verhandlungsposition führen. Notwendig sind verbindliche Vertragsbedingungen, aussagekräftige Kosten- und Marktindikatoren sowie wirksame Revisionsklauseln, mit denen Preise an veränderte Produktionskosten und Marktbedingungen angepasst werden können. Ausnahmen dürfen die Wirkung dieser Regelungen nicht wieder zunichtemachen. Besonders wichtig ist dies auch in Bezug auf aktuelle Konsultationen, die einzelne Mitgliedsstaaten mit Vertretern des Agrarsektors vornehmen und nach denen über solche Ausnahmen entschieden werden soll.
4. ErzeugerInnen müssen ihre Marktposition gemeinsam stärken können
Einzelne MilcherzeugerInnen stehen großen Molkereien und Handelsunternehmen gegenüber und verfügen damit strukturell über deutlich weniger Verhandlungsmacht. Deshalb müssen von Molkereien unabhängige Erzeugerorganisationen tatsächlich in die Lage versetzt werden, besser Mengen zu bündeln und Preise gemeinsam zu verhandeln. Eine starke Bündelung der Erzeugerseite ist kein Hindernis für einen funktionierenden Wettbewerb – sie ist Voraussetzung dafür, dass überhaupt auf Augenhöhe verhandelt werden kann.
5. Spiegelklauseln: Für Importprodukte müssen gleiche Anforderungen gelten
Zudem kann ein funktionierender europäischer Agrarmarkt nicht entstehen, wenn europäischen Erzeugern immer höhere Umwelt-, Tierwohl- und Sozialstandards auferlegt werden, während Produkte aus Drittstaaten unter Bedingungen hergestellt werden können, die diesen Anforderungen nicht entsprechen. Das EMB fordert deshalb wirksame Spiegelklauseln. Produkte, die auf den europäischen Markt gelangen, müssen vergleichbaren Anforderungen unterliegen wie Produkte aus der EU. Entsprechende Änderungsanträge im aktuellen Gesetzgebungsverfahren sind daher aus Sicht des EMB von großer Bedeutung. Europäische Standards dürfen nicht dazu führen, dass europäische ErzeugerInnen wirtschaftlich benachteiligt und Teile der Produktion anschließend durch Importe ersetzt werden.
6. Transparente Produktionskosten müssen Grundlage der Marktpolitik werden
Damit all diese Instrumente funktionieren können, braucht Europa verlässliche Daten über die tatsächlichen vollständigen Produktionskosten. Diese dürfen nicht nur erhoben werden, um im Nachhinein die wirtschaftliche Situation der Betriebe zu dokumentieren. Sie müssen als konkrete Referenz in Verträgen, bei der Beurteilung von Marktkrisen und bei politischen Entscheidungen dienen.
Gleichzeitig muss die Transparenz über Kosten, Preise und Margen entlang der gesamten Lebensmittelkette deutlich verbessert werden. Hier müssen insbesondere die EU-Beobachtungsstelle für die Agrar- und Lebensmittelkette (AFCO) und der Europäische Ausschuss für Landwirtschaft und Ernährung (EBAF) zielgerichteter darauf hinarbeiten, die notwendige Transparenz in der gesamten Kette – von der Erzeugung über Verarbeitung bis zum Handel – herzustellen. Nur wenn nachvollziehbar ist, wo Kosten entstehen, wie Preise gebildet werden und wie sich die Margen entlang der Kette verteilen, können die Position der ErzeugerInnen wirksam verbessert und Fehlentwicklungen frühzeitig erkannt werden. Für das EMB ist deshalb die Marke von 100 Prozent entscheidend: Ein Milchmarkt kann nicht als gesund bezeichnet werden, solange die Erzeugerpreise nicht die vollständigen Produktionskosten decken.
7. Faire Milch: Faire Erzeugerpreise sind in der Praxis möglich
Dass eine bessere Bezahlung der MilcherzeugerInnen nicht nur eine politische Forderung bleiben muss, zeigen die Projekte der Fairen Milch in mehreren europäischen Ländern. Sie setzen praktisch um, wofür das EMB auf politischer Ebene eintritt: Die ErzeugerInnen müssen einen fairen Anteil am Verkaufspreis erhalten und ihre Arbeit muss wirtschaftlich angemessen entlohnt werden. Die politische Aufgabe bleibt jedoch bestehen: Was einzelne Faire-Milch-Projekte erfolgreich vormachen, muss durch geeignete gesetzliche Rahmenbedingungen für alle MilcherzeugerInnen möglich werden. Faire Preise dürfen nicht von einzelnen Initiativen oder der freiwilligen Bereitschaft einzelner Marktpartner abhängen, sondern müssen durch eine ausgewogene Verhandlungsmacht und funktionierende Marktregeln ermöglicht werden.
Nicht einzelne Maßnahmen – sondern ein funktionierendes Gesamtsystem
Neben den Initiativen der Fairen Milch sind folgende Elemente unabdinglich und gehören zusammen: Ein Verbot von Preisen unter Produktionskosten verhindert strukturelle Ausbeutung in der Lebensmittelkette. Stärkere Verträge und Erzeugerorganisationen verbessern die Verhandlungsposition der Bäuerinnen und Bauern. Ein automatisierbarer freiwilliger Lieferverzicht verhindert, dass Überschüsse zu schweren Marktkrisen führen. Produktionskosten und eine höhere Transparenz entlang der gesamten Lebensmittelkette liefern die notwendige objektive Grundlage. Und Spiegelklauseln sorgen dafür, dass europäische Standards nicht durch Importe unterlaufen werden.
„Wir brauchen keine Politik, die nicht eingreift oder erst dann, wenn die Milchpreise bereits abgestürzt sind und die Betriebe um ihre Existenz kämpfen“, betont Poulsen. „Wir brauchen Regeln, die verhindern, dass es überhaupt so weit kommt. Die Instrumente dafür liegen auf dem Tisch. Jetzt müssen Kommission, Parlament und Mitgliedstaaten den Mut haben, sie gesetzlich zu implementieren und danach konsequent umzusetzen.“
Pressemitteilung des European Milk Board (EMB) vom 22. September 2026
AbL: „Verträge sind kein Allheilmittel, aber alternativlos.“
Die Stellung der Landwirtschaft in der Wertschöpfungskette muss gestärkt werden. Das haben die EU-Kommission, einige EU-Länder und parteiübergreifend auch EU-Parlamentarier längst erkannt und in einer Verordnung EU-weite Vorgaben für Verträge beschlossen. Jetzt steht die nationale Umsetzung der EU-Regelung zu Verträgen an und in Deutschland wird die nationale Ausgestaltung in einem Konsultationsprozess behandelt. Federführend ist das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMLEH), das sich bei der Abstimmung lediglich enthalten hat.
Weiterlesen...Schweiz: Es braucht eine Mengensteuerung im Milchmarkt!
Am 19. Mai trafen sich VertreterInnen von Uniterre, BIG-M, Bäuerliches Zentrum Schweiz, Berner Bäuerliches Komitee und Révolte agricole suisse romande in Schönbühl, um sich zur aktuellen Milchkrise zu besprechen. Sie stellen jetzt zwei Forderungen: eine an den Verband Schweizer Milchproduzenten (SMP) und eine an die Zolldirektion.
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Seit 2011 nehmen Luxemburger MilchproduzentInnen die Vermarktung ihrer Erzeugnisse mit FAIRMËLLECH selbst in die Hand. Zum 15-jährigen Bestehen lohnt sich der Blick darauf, wie aus einer Antwort auf die Milchkrise ein genossenschaftliches Modell mit Wirkung über den Milchsektor hinaus geworden ist.
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Am 1. Juni wurde der offene Brief für faire Milchpreise vom Verein zur Förderung fairer Milch an die Migros in Bern übergeben. 20.979 Personen haben ihn unterzeichnet und damit eine klare Botschaft gesendet: Schweizer Milch muss so bezahlt werden, dass unsere Bäuerinnen und Bauern davon leben können.
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Trotz der noch laufenden Neubewertung von Bovaer® durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat die Politik in Dänemark beschlossen, dass der Einsatz des Futterzusatzes für Wiederkäuer zur Minderung ihrer Methanemissionen für die Landwirtinnen und -wirte in Dänemark verpflichtend bleibt.
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Der BDM kritisiert die geplante Aufstockung der Direktzahlungen für 2027 als wenig zielgerichtete Antwort auf die wirtschaftlichen Probleme der Betriebe. Statt Agrargelder lediglich umzuschichten, fordert er Hilfen, die kurzfristig die Liquidität sichern und zugleich die Märkte entlasten, etwa einen freiwilligen Lieferverzicht gegen Entschädigung. Auch im direkten Austausch mit der Politik setzt sich der Verband für die Anliegen der Milchviehbetriebe ein.
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In der Schweiz ist die Trockenheit sehr unterschiedlich verteilt. Im Flachland ist sie weitherum sehr schlimm. In den Hügeln und Bergen gab es immer wieder lokale Gewitter. Nun wurden in verschiedenen Kantonen Futterbörsen eingerichtet: Wer braucht Futter? Wer bietet Futter an? Am wichtigsten ist die Beschaffung von Futter durch Importe, die vor allem aus Italien kommen.
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