Positionen
Positionen des European Milk Board
- 30.3.2012: Das verabschiedete Milchpaket ist ein erster Schritt in die richtige Richtung – weitere müssen nun folgen! Brief des EMB an die EU-Agrarminister, die Mitglieder der EU-Kommission und des EU-Parlaments
- Was braucht der Milchsektor? Wie kann die Reform gelingen?
- Die Milch und das Negativbeispiel der Schweiz
- Hintergrundinformationen zum European Milk Board
- Presseerklärung: Muss der Milchmarkt den Finanzmärkten folgen?
- Das deutsche Marktstrukturgesetz - mögliches Vorbild für gesetzliche Regelungen zur Bündelung der Erzeuger
- Bewertung des Milchpaketes durch das EMB
- Europäischer Milchmarkt - Mengensteuerung mit Hilfe einer Monitoringstelle
- Positionspapier des European Milk Board zur Sitzung der EU High Level Group am 2.2.2010
- Gruppenfreistellungsverordnung für Milcherzeuger im Europäischen Wettbewerbsrecht (Entwurf)
- VORSCHLAG EINER GRUPPENFREISTELLUNGSVERORDNUNG FÜR MILCHERZEUGER
- Europäischer Milchmarkt - Mengensteuerung mit Hilfe einer Monitoringstelle
Dokumente von Europäischen Institutionen
- EUROPÄISCHER RECHNUNGSHOF: Sonderbericht Nr. 14: HABEN DIE MARKTSTEUERUNGS! INSTRUMENTE FÜR DEN MARKT FÜR MILCH UND MILCHERZEUGNISSE IHRE WICHTIGSTEN ZIELE ERREICHT?
- EUROPÄISCHER RECHNUNGSHOF: PRESSEMITTEILUNG: Haben die Marktsteuerungsinstrumente für den Markt für Milch und Milcherzeugnisse ihre wichtigsten Ziele erreicht?
- Bundeskartellamt: Sektoruntersuchung Milch, Zwischenbericht Dezember 2009
- Europäisches Parlament: Bericht zu dem Thema: Gerechte Einnahmen für Landwirte: Die Funktionsweise der Lebensmittelversorgungskette in Europa verbessern.
- EUROPÄISCHE KOMMISSION: Die Entwicklung der Marktlage und die sich daraus ergebenden Bedingungen für ein reibungsloses allmähliches Auslaufen der Milchquotenregelung
- EUROPÄISCHE KOMMISSION: Vorschlag für eine VERORDNUNG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1234/2007 des Rates im Hinblick auf Vertragsbeziehungen im Sektor Milch und Milcherzeugnisse
- Kommission legt Konzept für eine zukunftsgerichtete Gemeinsame Agrarpolitik nach 2013 vor
Studien und Daten
- Die Grünen, EFA: Studie "Die Zukunft der Marktwirtschaft": Weniger ist mehr! Eine Vergleichsstudie verschiedener Milchmarktkonzepte & Grüne Forderungen für eine nachhaltige Milchpolitik
- Die Grünen, EFA: Ergebnisse der Studie "Die Zukunft der Marktwirtschaft": Weniger ist mehr! Eine Vergleichsstudie verschiedener Milchmarktkonzepte & Grüne Forderungen für eine nachhaltige Milchpolitik
Flexible marktorientierte Angebotssteuerung
für die dauerhafte Stabilität einer flächendeckenden, nachhaltigen Milcherzeugung und Milchwirtschaft in Europa
Präambel
Angebotsüberhang: Überschüsse verhindern kostendeckende Milcherzeugerpreise und zerstören Betriebe und regionale Strukturen
Der europäische Milchmarkt steht seit Herbst 2008 unter einem erheblichen Mengendruck, das Angebot an Milch übersteigt die Nachfrage deutlich. Die Überschwemmung des Marktes mit Milch hat zu einem bisher nicht da gewesenen Niedergang der Milchpreise geführt. Die Milcherzeuger erhalten inzwischen 18 bis 24 Cent pro kg Milch, was in etwa der Hälfte der Vollkosten der Produktion und damit des benötigten Preises entspricht. Diese Situation führt massiv zur Aufgabe der Milcherzeugung durch die Betriebe und damit auch dem Verlust regionaler Versorgungsstrukturen.
Absatzförderung reicht nicht aus, Produktionsmenge muss verringert werden
Seit Anfang 2009 versucht die EU-Kommission mit der Wiedereinführung der Exporterstattungen und der Einlagerung erheblicher Mengen an Butter und MMP (incl. privater Lagerhaltung zusammen ca. 450.000 Tonnen) den Markt zu stabilisieren. Obwohl diese Maßnahmen bereits mehrere hundert Mio. Euro kosten, konnte der oben erwähnte Milchpreisabsturz nicht verhindert werden. Es reicht nicht, auf der Ebene des Absatzes aktiv zu werden. Die Produktionsmenge muss verringert werden.
Gemeinsame Verantwortung von Politik und Milcherzeugern
Politik und Erzeuger haben die gemeinsame Verantwortung für eine zukunftsträchtige und flächendeckende Milcherzeugung in Europa. Es handelt sich hierbei mit Werten wie Versorgungssicherheit, Lebensmittelqualität, Nachhaltigkeit, Ernährungssouveränität und Lebendigkeit ländlicher Räume um eine gesellschaftliche Frage.
Auf eine günstige und nachhaltige Weise kann Politik über die im folgenden dargestellten Maßnahmen die notwendigen Rahmenbedingungen für kostendeckende Milcherzeugerpreise und damit ein Fortbestehen der Betriebe schaffen.
I) Für eine stärkere Position der Erzeuger am Markt und das Erzielen kostendeckender Milcherzeugerpreise braucht es folgende Rahmenbedingungen:
1. Monitoringstelle
Zur Analyse und Einschätzung von Angebot und Nachfrage ist eine europäische Monitoringstelle einzurichten, in der alle beteiligten Seiten des Milchmarktes vertreten sind: Milcherzeuger (EMB), Molkereiwirtschaft, Verbraucherorganisationen und Politik. Diese Stelle läßt regelmäßig die Kosten der Milcherzeugung ermitteln. Der entsprechende kostendeckende Erzeugerpreis ist Maßstab für die Festlegung der Milchmenge und den Einsatz verschiedener Instrumente durch die Monitoringstelle.
2. Erzeugerfinanzierte Umlage
Es ist eine rechtliche Grundlage zu schaffen, welche die Einführung einer für alle Milchproduzenten in der EU verbindliche Erzeugerumlage erlaubt. Diese soll zur Finanzierung einer bedarfsorientierten Mengensteuerung genutzt werden d.h. je nach Entwicklung der Nachfrage um die Menge zu steigern oder zu senken.
3. Allgemeinverbindlichkeit
Damit marktgestaltende Instrumente greifen können, braucht es eine EU-weite, rechtlich abgesicherte Mengenbegrenzung auf der Basis einzelbetrieblicher Referenzmengen.
4. Bündelung der Milcherzeuger
Schließlich ist eine rechtliche Grundlage zu schaffen, welche es den Milcherzeugern erlaubt, sich auf der Ebene der Mitgliedstaaten und darüber hinaus zu Erzeugergemeinschaften zusammenzuschließen.
II) Kurzfristig umzusetzende Maßnahmen zur Steigerung der Milcherzeugerpreise
Angesichts der Marktkrise muss ein Stufenplan die Anhebung des Milchpreises auf ein kostendeckendes Niveau sichern; hierzu setzt die Politik eine rasche Reduzierung der Milchmenge um, damit Molkereien so schnell wie möglich kostendeckende Milchpreise zahlen können.
Zum 1.10.09 : 30 Cent, zum 1.11.09 : 33 Cent, zum 1.12. : 37 Cent, zum 1.1.2010 : 40 Cent
Folgende Maßnahmen sind hierzu erforderlich:
- Die wirksame Einschränkung der nationalen Saldierungsmöglichkeiten
- Das Einfrieren der 1 %igen Quotenanhebung zum 1.4.2009
- Eine europaweite Ausschreibung für eine freiwillige, zeitlich begrenzte Mengenreduzierung.
Für Maßnahme drei können die Gelder aus der durch die Erzeuger bezahlten Superabgabe sowie die Finanzmittel der Exportsubvention und der Intervention verwand werden. Diese werden somit marktwirksam eingesetzt und kommen direkt den Milchbetrieben zu Gute.
Entsprechende Verordnungen und Gesetze müssen so verabschiedet werden, dass sie jeweils rechtzeitig in Kraft treten können.
Positionen
Forderungen an die Politik
Systemwechsel - für die dauerhafte Stabilität einer flächendeckenden, nachhaltigen Milcherzeugung und Milchwirtschaft in Europa
Präambel
Angebotsüberhang: Überschüsse verhindern kostendeckende Milch-erzeugerpreise und zerstören Betriebe und regionale Strukturen
Der europäische Milchmarkt steht seit Herbst 2008 unter einem...
DEKLARATION des EMB und der osteuropäischen Milchorganisationen
Das EMB und Nichtregierungsorganisationen aus dem Agrarbereich der osteuropäischen Staaten, Tschechische Republik, Polen, Slowakei, Lithauen, Bulgarien, Ungarn und Slovenien haben eine gemeinsame Deklaration unterzeichnet. Zum einen wird darin ein Ausgleich der Subventionen für die osteuropäischen EU-Staaten gefordert....
