Nachdem die litauischen Milcherzeuger kürzlich nur 10 Cent pro Liter Milch angeboten bekommen haben, wurden von den Bauern in einer Protestaktion am 1. Juli 30 Tonnen Milch weggeschüttet. In Litauen dominieren 5 Milchverarbeiter, die die Milch nicht nur von den lokalen Milcherzeugern, sondern auch aus den benachbarten Ländern beziehen. Das Landwirtschaftsministerium hatte kürzlich ein neues Gesetz für faire Handelspraktiken in der Lieferkette für Milch initiiert, das von der Regierung verabschiedet wurde. Als Reaktion darauf, haben die großen Milchverarbeiter begonnen, lokal produzierte Milch als „Überschuss“ abzulehnen und lächerliche 10 Cent pro Liter dafür angeboten.
In Litauen erhalten die Genossenschaftsbauern zur Zeit durchschnittlich 16-17 Cent/Liter. Milch aus Lettland und Estland wird zu einem höheren Preis eingekauft, um Unabhängigkeit von den lokalen Produzenten und Genossenschaftsbauern zu gewährleisten.
Laut der litauischen Agrarkammer, versuchen die Verarbeiter die lokalen Genossenschaften bewusst zu zerstören nach dem Motto „Divide et empera“ (Teile und herrsche......)

