In Norditalien wurde heute der Streik ausgerufen. Der Präsident der italienischen Milchbauernorganisation APL, Roberto Cavaliere, sagte: „Morgen fahre ich nach Rom, um unseren Kollegen in den anderen Teilen Italiens darin zu bestärken, sich unserem Streik anzuschließen.“ In Frankreich streiken immer noch 40% der 90.000 Milchbauern. Außerdem sind weitere öffentliche Aktionen geplant. Der FSNEA-Präsident sagte öffentlich, dass er nicht mehr gegen den Streik sei, aber nicht glaube, dass dadurch das Problem gelöst werde. In Deutschland laufen regional viele Aktivitäten und die Protestaktionen nehmen immer mehr zu. Die Teilnahme an dem Streik ist regional unterschiedlich und noch verhalten. In Belgien streiken mehr als 1000 Bauern und gestern sind 350.000 Liter Milch nicht geliefert worden. In Österreich laufen zahlreiche erfolgreiche und medienwirksame Aktivitäten und die Zahl der streikenden Bauern steigt. Es ist von einigen hundert die Rede. Derzeit haben in Luxemburg bereits um die 100 Milcherzeuger die Milchlieferung gestoppt. Gestern wurde im französischen Teil der Schweiz der Streik ausgerufen. Daraufhin haben die Molkereien den Druck auf die Milcherzeuger erhöht, um sie einzuschüchtern. In den Niederlanden nimmt die Streikbereitschaft immer mehr zu und übertrifft die Erwartungen einiger Beobachter. Die Mobilisierung dafür läuft auf Hochtouren. Außerdem sind bis Ende der Woche täglich Aktionen geplant. Spanien: In Galizien wird aktiv für einen Streik mobilisiert und verschiedene Aktionen zur Stärkung der französischen Kollegen sind in Planung. Überhaupt sind in vielen Ländern Europas große Aktionen für gemeinsame Aktionen in Grenznähe geplant und auch Aktivitäten in Zusammenhang mit Molkereien, die wir gespannt erwarten dürfen.

