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Neuigkeiten aus den EMB-Ländern

Niederlande

Dutch Dairymen Board nominiert für den EBN European Democracy Award 2009 - Presseerklärung des DDB

Als Teil der Demokratie Woche der europäischen Bewegung der Niederlande (EBN) wurden vier niederländischen Abgeordneten gebeten, ihre favorisierten niederländischen Bürger-Initiativen für den EBN European Democracy Award 2009 zu nominieren.

MdEP Kartika Liotard nominierte den DDB für diese Auszeichnung. Liotard: "Das Dutch Dairymen Board macht die europäische Politik auf die verzweifelte Situation der Milchbauern und ihrer Familien aufmerksam, deren Existenz wegen der niedrigen Preise in der EU stark bedroht ist. Und sie arbeiten manchmal entgegen der vorherrschenden Meinung. Ihre Proteste haben in der gesamten EU für Aufruhr gesorgt. Ihre Initiative hat die Probleme der Landwirte und ihrer Familien wirklich auf die europäische Tagesordnung gesetzt. "

Der DDB ist überrascht und geehrt durch diese Ernennung, die er der enormen Anstrengungen aller niederländischen und europäischen Milchbauern des European Milk Board (EMB) verdankt!

Der DDB hat im Jahr 2009 sehr viele freundliche, öffentliche Aktionen in den Niederlanden organisiert. So zum Beispiel:

Die Aktion "Kuhstall in Den Haag" am 14. und 15. April. Der DDB verbrachte die Nacht mit 9 Kühen vor dem Parlamentsgebäude. Dabei wurden Politik und die niederländischen Bürger auf das Problem der niedrigen Milchpreise hingewiesen.

Intensive Lobbyarbeit in den Niederlanden und in Brüssel durch Gespräche mit Politikern aller Parteien.

Der DDB zeigte in einer unabhängigen und repräsentativen Umfrage unter niederländischen Milchbauern die Meinungen zu gewünschter Liberalisierung oder Regulierung des Milchsektors.

Der DDB initialisierte einen Runden Tisch mit Abgeordnete vom Ausschuss für Landwirtschaft über die Milch, der am 15. April stattfand.

Der DDB produzierte 2009 den Film "Hitzestress", der ein realistisches Bild zu den Auswirkungen der niedrigen Preise für Milch auf niederländische Landwirte zeigt und gab Interviews für Zeitungen, Fernsehen und Radio.

Während der Europäischen Milch Aktion Wochen im September organisierte der DDB und kämpfende EMB-Mitglieder verschiedenen Aktivitäten und Veranstaltungen in den Niederlanden, Brüssel und Luxemburg. Nicht für zusätzliche Mittel, sondern um den europäischen Politikern und Bürgern deutlich zu machen, dass eine andere, eine gerechtere Milchpolitik in Europa eingeführt werden muss.
 
Die ersten Ergebnisse der Aktionen: Die Europäische Kommission hat eine High Level Group (mit hohen Beamten) gebildet, die beauftragt sind, einen neuen europäischen Rechtsrahmen für der Milchwirtschaft zu entwickeln, innerhalb dessen die Milcherzeugern eine gute Position erreichen können. Der DDB und das EMB sind wirklich eine EU-Bürger Initiative.

Glauben Sie, dass der DDB den European Democracy Award im Jahr 2009 verdient?
Dann schicken Sie eine E-Mail bis zum 21. November zu ebn@clingendael.nl und wählen Sie damit das Dutch Dairymen Board.
Sie können auch diese E-Mail an Ihre E-Mail-Kontakte weitersenden.

Der Gewinner wird am 24. November bekannt gegeben.

Einen Film, der Kartika Liotard zeigt als Sie ihre Nominierung bekannt gibt, finden Sie auf der DDB-site unter www.ddb.nu

Spanien

EMB und PROLEC nahmen an Rinderkonferenz in Spanien teil.

Sieta van Keimpema, Vizepräsidentin des EMB in der Konferenz: "Eine europäische Lobby der Milcherzeuger ist notwendig, um die Position der Produzenten innerhalb der Wertschöpfungskette zu stärken, wodurch sie in die Lage versetzt werden, Preise zu verhandeln." 

Presseerklärung von PROLEC  in spanischer Sprache

 

Österreich

Österreichischer Milcherzeuger darf künstliche Faironikas nicht weiden lassen. 

Link 1 dazu

Link 2

 

Schweiz

Presseerklärung BIG-M

Allgemeinverbindlichkeit:  Marktgerechtes Verhalten wird bestraft  -  Überschüsse verursachen belohnt

In den nächsten Wochen fallen Entscheide, welche für die Milchproduzenten von höchster Bedeutung sind: Die Anträge des BOM Vorstandes müssen Ende November von den BOM Delegierten gutgeheissen werden. Es ist zu befürchten, dass die Anträge, so wie sie heute vorliegend, durchgewunken werden. Somit werden die "oberschlauen Organisationen, welche meinen, dass man jetzt einfach wild drauflosproduzieren kann"  (Original Zitat Frau BR Leuthard) zu denjenigen, die alles richtig gemacht haben. Wer das Kontingent verkauft, mit dem Geld den Stall vergrössert hat und jetzt das Doppelte produziert, wird belohnt. Das Desaster am Milchmarkt baden aber nicht sie, sondern wir alle zusammen aus. All diejenigen, welche sich marktkonform verhielten und die Produktion beschränkten, weil es keinen Sinn machte, die Menge hochzufahren, wenn der Absatz harzt, dürfen jetzt mitzahlen, wenn es darum geht, die Überschüsse zu verramschen. Und was noch schlimmer ist: auch ihnen werden die Lieferrechte gekürzt.

Diese Ungerechtigkeit werden wir von BIG-M nicht einfach hinnehmen. Wir wissen: In der jetzigen Zusammensetzung der BOM haben nachhaltige Überlegungen keinen Platz. Die Vertreter der vernünftigen Organisationen werden von den Mengenturbos regelrecht erpresst und nur vor die Wahl gestellt: entweder das Modell zu akzeptieren oder sie machen bei der Mengenführung nicht mit.

Kann es wirklich sein, dass eine kleine Minderheit allen anderen Milchproduzenten diktiert, welche Art der Mengenführung sie zu akzeptieren haben? Obwohl alle gemeinsam in den Marktstützungsfond einzahlen müssen, mit dem dann die Butterberge entsorgt werden sollen? Wird Frau BR Leuthard die "oberschlauen" Bauern wirklich für dieses Diktat auch noch mit einer Allgemeinverbindlichkeit belohnen?

Am 3. Dezember ist im Nationalrat die grosse Debatte zur Landwirtschaft. Es werden verschiedene Anträge und Motionen zur Diskussion gestellt. Dieser Tag ist sehr wichtig für uns.

Mit kämpferischen Grüssen
BIG-M