Das European Milk Board (EMB) verurteilt das EU-MERCOSUR-Abkommen aufs Schärfste. Europas Ernährerinnen und Ernährer – unter ihnen die Milchbäuerinnen und Milchbauern – lehnen dieses Abkommen entschieden ab.
Das Abkommen ist ein Frontalangriff auf die europäische Landwirtschaft. Es zerstört bäuerliche Existenzen, drückt Erzeugerpreise und zwingt die Betriebe in einen ruinösen Wettbewerb mit Importen, die unter deutlich niedrigeren sozialen, ökologischen und gesundheitlichen Standards produziert werden. Die heutige mehrheitliche Zustimmung der EU-Staaten zum EU-MERCOSUR-Abkommen ist daher äußerst problematisch.
Was wir brauchen, ist verantwortungsvolle Politik.
Das bedeutet erstens: kein EU-MERCOSUR-Abkommen.
Und zweitens: die sofortige Aktivierung des Instruments des freiwilligen Lieferverzichts am Milchmarkt, um dort den aktuellen Preisverfall zu stoppen und den Betrieben endlich wieder eine wirtschaftliche Perspektive zu geben.
Eine EU, die Ernährungssouveränität, Klimaschutz und den Erhalt ländlicher Räume ernst meint, muss das EU-MERCOSUR-Abkommen stoppen und gleichzeitig Agrarmärkte stabilisieren. Alles andere wäre politisch verantwortungslos und ein fatales Signal an Europas Landwirtschaft.

