Neuigkeiten aus der Tschischen Republik: große Aktionen geplant
Milcherzeuger aus den Regionen Süd Moravia (Brno) und Vysocina (Zentralgebiet der Tschechischen Republik) werden morgen an 8 Plätzen im Land Milch auf Feldern ausbringen, so wie es in Frankreich, Deutschland und vielen anderen Staaten einige Wochen zuvor gemacht wurde. Die Milcherzeuger wollen damit der aktuellen kritischen Situation von fallenden Zahlen der Milchkuhpopulationen im Land und der langen Inaktivität beider, der nationalen und europäischen Politiker, Ausdruck verleihen.
Deutschland
Ankündigung:
Die Milcherzeuger werden anlässlich der Jahreskonferenz der Ministerpräsidenten am 29./30. Oktober den Regierungschefs klar machen, dass sie sich nicht zum Schweigen bringen lassen und dass sie weiterhin für eine zukunftsträchtige Milchmarktpolitik statt für nicht zielgerichtet eingesetztes Geld kämpfen werden.
Ab Donnerstagmittag, 29.10., werden sich die rheinland-pfälzischen Milcherzeuger zu einer Nachtwache und einem Mahnfeuer im Winterhafen in Mainz treffen.
Am Freitag, 30.10., werden sie verstärkt durch Milcherzeuger aus allen Bundesländern, die teilweise mit Traktoren bis 10 Uhr aus allen Himmelsrichtungen anreisen werden.
Gegen 10.30 Uhr wird es einen Demonstrationszug durch die Stadt geben (ab Göttelmannstr.) , ab 11.30 Uhr eine Kundgebung vor dem Favorite Hotel, Karl-Weiser-Str. 1, 55131 Mainz.
BDM Presseinfo: Deutlich höhere Trinkmilchabschlüsse erwartet
(Freising) In den derzeit laufenden Verhandlungen zwischen Molkereien und Handel zeichnen sich deutlich höhere Abschlüsse im Bereich der Trinkmilch ab. Die zu erwartenden Abschlüsse sollen bis 7 Cent höher liegen als noch im April dieses Jahres.
Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter führt diese deutliche Aufwärtsbewegung auf die marktentlastenden Maßnahmen der Milcherzeuger im September zurück. Rund 500.000 t Milch haben die europäischen Milcherzeuger während ihrer Aktionen im September 2009 dem Milchmarkt vorenthalten und so den Milchmarkt europaweit entlastet. Damit haben sie die seit ein paar Wochen spürbare Aufwärtsentwicklung im Milchmarkt massiv beschleunigt und verstärkt.
Wenn den Trinkmilchabschlüssen auch höhere Abschlüsse in den anderen Marktsegmenten (Butter etc.) folgen, wovon aufgrund der aktuellen, marktbereinigten Lage auszugehen ist, dann dürfen sich das diejenigen auf die Fahne schreiben, die Verantwortung für den Milchmarkt übernommen haben und den Markt bereinigt haben.
Verfrüht wäre es jedoch, diese Markterholung schon als Trendwende zu bezeichnen. Wenn sich die Politik auch weiterhin nicht zu marktentlastenden Maßnahmen wie der Begrenzung der Saldierung oder einer teilweisen Quotenstilllegung durchringen kann, wird diese Marktentlastung schnell verpufft sein. Bereits Anfang nächsten Jahres kann dann ein erneuter Mengen- und Preisdruck am Milchmarkt auftreten.
Pressekontakt: Hans Foldenauer, Tel.: 0170-5638056 oder Jutta Weiß, Tel.: 0921-16 27 170-12
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