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Dringender Alarm: EU muss Freiwilligen Lieferverzicht im Milchsektor jetzt schalten!

Europäische Milcherzeuger schlagen Alarm bei akuter Krise – Märkte sind überflutet - Preise stürzen ab

Der europäische Milchsektor steht vor einer dramatischen Preis- und Marktkrise. Die seit Monaten fallenden Preise für Milch zwingen Betriebe in existenzielle Schwierigkeiten und zeigen klar: Ein freiwilliger Lieferverzicht muss von der EU-Kommission jetzt europaweit aktiviert werden, bevor weitere Höfe aufgeben müssen.

In ganz Europa sind die Betriebe mit bedenklichen Tiefpreisen konfrontiert. So lag der Milchpreis in Irland im August 2025 bei 54 Cent/ Liter und hat seitdem enorm an Wert verloren, so dass er aktuell nur noch 36 – 40 Cent beträgt, mit Tendenz zu 33 Cent. In Belgien sind die Preise innerhalb eines Jahres um 16 Cent auf aktuell nur 40 Cent gefallen und auch hier wurden bereits weitere Senkungen angekündigt. Ebenso melden viele weitere europäische Länder hohe Preisverfälle - so liegt der aktuelle Preisverlust beispielsweise in Dänemark bei 16 Cent im Vergleich zum September letzten Jahres. Eine Deckung der Produktionskosten ist damit nicht möglich, so dass die Betriebe überall herbe Verluste einfahren.
 

Vorhersehbarer Absturz – Keine konstruktive EU-Reaktion

Wichtige Indikatoren wie der Global Dairy Trade Preisindex (GDT) oder auch die Terminbörsenwerte bei Milchpulver- und Butterkontrakten haben diese Entwicklung prognostiziert. Seit Mitte bis zum Ende des letzten Jahres fiel beispielsweise der GDT stetig, im Dezember zwei Mal um mehr als 4%. Und auch Magermilchpulverkontrakte an der EEX-Terminbörse zeigten Ende des Jahres weitaus niedrigere Preise als noch im August 2025. Der Absturz der Erzeugerpreise war daher vorhersehbar, ein Instrument wie der freiwillige Lieferverzicht hätte schon vor Monaten geschaltet werden müssen.

 

Forderung: Jetzt Lieferverzicht aktivieren

Der Appell von Europas Milcherzeugern an die EU-Kommission ist daher dringlich: Schalten Sie umgehend den freiwilligen Lieferverzicht, um die Abwärtsspirale zu stoppen! Die Milcherzeuger sind bereit, über ein EU-weit koordiniertes Programm die Produktion zu reduzieren und damit den Markt wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Ohne eine schnelle politische Antwort droht ein weiterer massiver Strukturbruch in der europäischen Milcherzeugung – mit gravierenden Folgen für regionale Versorgungssicherheit und ländliche Existenzen.



Krise von 2016 darf sich nicht wiederholen.
 

2016 reagierte die EU erst, als die Preise bereits kollabiert waren. Heute sehen wir wieder steigende Mengen und fallende Preise – nur diesmal bei deutlich höheren Produktionskosten. Wenn jetzt nicht gehandelt wird, wiederholt sich die Milchkrise mit Ansage. Und das darf sie auf keinen Fall!