Auch auf politischer Ebene werden nun endlich Anreize für Mengenbegrenzung diskutiert. Der französische Agrarminister Le Foll hat Ende Februar ein ausführliches Modell für Mengenreduzierung über einen freiwilligen Lieferverzicht eingereicht und 3 verschiedene Optionen ausgearbeitet (u.a. auch eine bindende Mengenreduzierung in den Mitgliedsstaaten). Vorschlag Agrarminister Le Foll in Englisch oder Französisch.
Auch der deutsche Agrarminister Christian Schmidt bewegt sich: Deutschland und Frankreich haben diese Woche einen gemeinsamen Forderungskatalog für den Milch- und Schweinemarkt aufgesetzt, der den europäischen Agrarministern am 14. März präsentiert werden soll. Darin ist u.a. die Einführung von Maßnahmen für eine freiwillige Mengenbeschränkung von Milcherzeugern und Molkereien vorgesehen, um einen wirksamen Preisanstieg über die Steuerung der Milchmenge zu ermöglichen, ergänzt durch eine finanzielle Unterstützung der EU.
EU Agrarkommissar Hogan ist nun auch bereit, sich mit einem freiwilligen Mengenmanagement im Milchmarkt in Zeiten von Preisstürzen zu beschäftigen (nach Artikel 222 der GMO). Er zeigt sich offen für den Ansatz, der Produzentenorganisationen und Genossenschaften bei diesem Mengenmanagement mit einbezieht.

