Der 11-seitige Entwurf des Initiativberichts wurde vergangene Woche veröffentlicht. Ziel ist es, die Unterstützungsmaßnahmen des Milchpakets zu beurteilen sowie Empfehlungen für Lösungsansätze für das Problem der Marktvolatilität zu geben. Der Berichterstatter James Nicholson ruft die Kommission zur Umsetzung "effizienterer und realistischerer" Sicherheitsnetz-Maßnahmen auf. Auch fordert er eine Anhebung des Interventionspreises, damit dieser "den aktuellen Produktionskosten und der veränderten Situation des Marktes besser entspricht". Nicholson wünscht sich für den Sektor "integrierte, längerfristige Lieferverträge" sowie Verträge mit einer festen Marge und "die Möglichkeit, den Milchpreis für eine bestimmt Zeit festzulegen". Er empfiehlt zudem weitere Anreize für "die Gründung von Erzeugergemeinschaften und dem Beitreten zu solchen Organisationen, als Instrument zur Verminderung von Ungleichgewichten in der Versorgungskette". Der Agrarausschuss des Europäischen Parlaments wird Anfang Mai über den Bericht abstimmen. Die Plenarabstimmung folgt voraussichtlich im Verlauf des Sommers.

