Frankreich/ Spanien/ Italien/ Portugal
Die Agrarminister der 4 Länder haben als Vorbereitung zum außerordentlichen Agrarrat am 7. 9. in Brüssel Vorschläge bezüglich des Milchsektors vorgestellt. Allerdings handelt es sich bei den Vorschlägen um zweifelhafte Maßnahmen, da damit eine Eindämmung der Überproduktion nicht anvisiert wird. So möchte man ein Anheben des Interventionspreises (ohne gleichzeitige Reduktion der Menge), ein Ausweiten der Lagerhaltung für Käse und ein Vorziehen der 2016er Hilfszahlungen an die Bauern auf Oktober 2015. Es bleibt zu befürchten, dass sich die Agrarminister auch am 7.9. um eine Reduktion der Übermenge in Krisenzeiten herumdrücken möchten. Um so wichtiger ist daher die Demonstration der Milcherzeuger am 7.9. in Brüssel, auf der ganz klar die Reduzierung der Übermengen gefordert werden muss.
Deutschland
Gestern endete die große Staffelfahrt des BDM in München. Die Pressemitteilung des BDM dazu sehen Sie hier.
Pressekontakt: Hans Foldenauer, Sprecher des BDM, unter Tel.: 0170-56 380 56 oder Jutta Weiß unter Tel.: 0921- 16 27 170-12 oder 0178-25 17 661
Frankreich
Wie eine Umfrage unter französischen Milcherzeugern zeigt, glauben knapp 80 % nicht, dass der im Juli vereinbarte Mindestpreis von 34 Cent/ Liter auch tatsächlich von den jeweiligen Molkereien an die Bauern gezahlt werden wird. Nur 12 % glauben daran, dass das Abkommen hier Wirkung zeigen kann.
Irland
Irische Erzeuger versammelten sich Anfang der Woche vor der Vertretung der EU-Kommission in Dublin, um die Sicherung von angemessenen Einkommen in der Landwirtschaft zu fordern.
Großbritannien
Die Proteste in GB reisen nicht ab. Auch in der vergangenen Woche haben viele Erzeuger gegen die fallenden Milchpreise demonstriert. So beispielsweise vor dem Unternehmen Adams Foods in Leek. Hier waren Dutzende Erzeuger mit Traktoren aufgefahren, um den Zugang zum Unternehmensgebäude zu blockieren.
Nach zahlreichen Protesten der FARMERS FOR ACTION vor seinen Filialen und Verteilerzentren hat die Supermarktkette Morrisons zugestimmt, sich mit den Erzeugern zu treffen. Die Bauern wollen mit dem Unternehmen über die niedrigen Milchpreisen diskutieren.
Spanien
Spanische Milcherzeuger haben Ende vergangener Woche während einer Protestaktion bezüglich fallendender Milchpreise in Santander 1000 Liter Milch an Verbraucher verschenkt. Anfang dieser Woche trafen sie sich zudem mit Parlamentariern verschiedener Parteien in Cantabria, um jene zum Handeln für höhere Milchpreise aufzufordern.
Neuseeland
Das Vertrauen in den Agrarsektor ist in Neuseeland angesichts der Milchpreisstürze gesunken. Die Preise für Milchpulver sind beispielsweise seit Februar 2014 um 60% gefallen. Die Zentralbank sieht die finanzielle Stabilität im Milchsektor als stark gefährdet an.

