Frankreich
Laut agra-europe vom 6.08. drängt der französische Landwirtschaftsminister Le Foll im Vorfeld des Sonderagrarrats am 7. September auf konkrete Beschlüsse zur Abmilderung der aktuellen Krisenlage. Frankreich arbeitet derzeit an Vorschlägen zur Stützung der Märkte und will bis zum 7. September eine Mehrheit für seine Vorschläge gewinnen. Le Foll hatte zuvor für Irritationen gesorgt, weil er für eine Preisstützung französischer Milchprodukte zulasten von Importen eingetreten war.
Spanien
Am 5. August fand in Santiago de Compostela (Galizien, Nordspanien) ein Treffen zwischen Milcherzeugern, dem Landwirtschaftsministerium und regionalen Politikern statt. Für die Milchbauern war das Treffen nicht zufriedenstellend. Am 6. August fand in Chantada (Galizien) die zweite große Demonstration mit rund 500 Traktoren und ca. 2000 Milcherzeugern statt. Die Milchbauern in Galizien fordern mindestens 30 cent pro Liter Milch. Zur Zeit erhalten sie durchschnittlich zwischen 26-27 Cent, bei einigen liegt der Milchpreis sogar unter 20 Cent.
Deutschland
Das MEG Milch Board hat in einem <link fileadmin dokumente press_release emb-allgemein herunterladen der datei>offenen Brief an Agrarminister Schmidt vom 6. August die einseitige Exportorientierung des deutschen Landwirtschaftsministers scharf kritisiert. Der Minister hatte in seinem Interview mit der „Welt“ neue Exportmärkte im nahen Osten (Iran) und in China als Option für die steigende Milchproduktion genannt.
Interview Agrarminister Schmidt in der WELT vom 02.08.2015:
Belgien
Pressemitteilung der MIG zur aktuellen Situation in Belgien und den Maßnahmen am Milchsektor (<link fileadmin dokumente press_release emb-allgemein le téléchargement>auf Französisch oder <link fileadmin dokumente press_release emb-allgemein le téléchargement>Niederländisch).
Aktionen: Große Aktion des EMB in Brüssel (7. September) und Große Demonstration der Allianz D19-20 in Brüssel (6. September).
Großbritannien
Im Vereinigten Königreich gehen die Proteste der Milcherzeuger vor Verteilerzentren und in den Supermärkten weiter, nachdem die drei größten Molkereien – Arla, First Milk und Dairy Crest letztes Wochenende Milchkürzungen angekündigt hatten. Die Milchbauern rufen die Konsumenten auf, Supermärkte mit ungerechter Preispolitik zu boykottieren.
Litauen
Die schwierige Situation für die litauischen Milcherzeuger hält an. Die Preise liegen durchschnittlich bei 18-20 Cent, zum Teil werden lächerliche 10 Cent für sogenannte „Überschussmilch“ ausbezahlt. Der litauische Milcherzeugerverband LPGA verlangt Regulierungsinstrumente für den Milchmarkt und fordert die litauische Regierung zudem auf, faire Handelspraktiken im Milchsektor und gerechte Preise für die Erzeuger zu garantieren.

